Realogis Spitzenmieten 2018

München ist nach wie vor teuerstes Pflaster für die Anmietung von Logistikimmobilien - Berlin hat aber massiv aufgeholt

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Immobilien-Spitzenmieten steigen weiter

Der Vermietungsmarkt von Lager- und Logistikimmobilien ist laut einem Marktbericht von Realogis 2018 um 8,5 Prozent gewachsen, die Mieten sind erneut leicht gestiegen. Mittlerweile sehen sich potenzielle Mieter auch außerhalb der besonders gefragten Logistikmärkten nach passenden Immobilien um.

München. Die starke Entwicklung des Industrie- und Logistiksektors hat sich im vergangenen Jahr deutlich auf den Vermietungsmarkt ausgewirkt, der mit sieben Millionen Quadratmetern Flächenumsatz von Lager- und Logistikimmobilien einen Umsatzsprung von 8,5 Prozent gegenüber 2017 verzeichnen konnte. Dies ist dem Marktbericht für die Vermietung von Logistikimmobilien und Industrieflächen 2018 für Deutschland des Immobilienberatungsunternehmens Reallogis zu entnehmen. Größter Flächenabnehmer war demnach die Logistikbranche mit circa 38 Prozent des Gesamtabsatzes, gefolgt von der Industrie mit rund 31 Prozent und dem Handel mit rund 25 Prozent.

Hamburg legt zu, Düsseldorf stark rückläufig

Die neun wichtigsten Logistikstandorte stellten mit rund drei Millionen Quadratmetern 43 Prozent des Gesamtumsatzes. Zu den Logistikmärkten, die kräftig zulegen konnten, zählten Frankfurt (plus fünf Prozent), Köln (plus sechs Prozent), Berlin (plus sieben Prozent) sowie Hamburg (plus neun Prozent). Unter einer wesentlichen Verknappung des Flächenangebots zu leiden und damit rückläufig waren laut Realogis die Regionen Stuttgart (minus 17 Prozent) und in besonders drastischem Maße Düsseldorf (minus 42 Prozent).

Gestiegene Nachfrage außerhalb der vollvermieteten Top-Regionen

Aufgrund der hohen Nachfrage geht Realogis davon aus, dass alle Marktteilnehmer des Lager- und Logistikimmobilienmarktes Deutschland auch 2019 wieder ein starkes Jahr erwartet. Aufgrund von Vollvermietung in so mancher Region seien potenzielle Mieter jedoch gezwungen, sich vermehrt außerhalb der besonders gefragten Logistikmärkte nach passenden Immobilien umzusehen. „Darauf weisen bereits zum Jahresstart eine sehr hohe Anzahl an qualifizierten Anfragen in den Regionen außerhalb von vollvermieteten Mikromärkten der Topstandorte hin“, erklärt Oliver Raigel, Geschäftsführer der Realogis Gruppe.

Spitzenmieten legen nochmals zu

Die Spitzenmieten legten 2018 noch einmal zu. Die höchste Spitzenmiete mit 7,25 Euro pro Quadratmeter, die sich noch einmal im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent verteuerte, wurde wieder auf dem Münchener Logistikmarkt registriert. Spitzenreiter im Mietpreiswachstum hingegen ist mit einem Plus von 24 Prozent der Berliner Logistikimmobilienmarkt, wo Logistiker, Hersteller und Handelsunternehmen innerhalb der Stadtgrenzen mittlerweile 6,80 Euro pro Quadratmeter zahlen. Damit setzte sich Berlin im Ranking des teuersten Pflasters erstmals direkt hinter Spitzenreiter München.

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LOGISTIK-IMMOBILIEN & LAGERHALLEN.

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