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Lieferengpässe

Das Kieler Institut für Weltwirtschaft kündigt an: Lieferengpässe kosten 25 Milliarden Euro

©m-imagephotography / iStock / Thinkstock

IfW: Lieferengpässe kosten 25 Milliarden Euro

Die Industrieproduktion liegt gegenwärtig deutlich unter dem Niveau, das die Auftragslage hergibt. Maßgeblicher Grund dürften fehlende Zulieferungen, etwa aufgrund der Transportengpässe in der Schifffahrt, sein.

Kiel. Seit Ausbruch der Coronakrise kann die Industrie vermehrt ihre Aufträge nicht mehr in gewohntem Maße abarbeiten. Im April 2021 lag die Industrieproduktion fast 11 Prozent unter dem Niveau, das die Auftragseingänge eigentlich hätten erwarten lassen. Grundlage für die Schätzung sind Daten zur Beziehung zwischen dem Niveau von Auftragseingängen und Produktion der Industrie in Deutschland seit der Wiedervereinigung. Nach Schätzungen des Kieler Institut für Weltwirtschaft kosten sie die Industrie derzeit rund 5 Prozent an Wertschöpfung, was rund 1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausmacht. Auf Jahressicht belaufen sich die Verluste für die deutsche Wirtschaft voraussichtlich auf rund 25 Milliarden Euro.

Bereits im August 2020 lag die Produktion bedingt durch die Pandemie etwa 10 Prozent unterhalb der erwartbaren Werte, der Auftragsüberhang wurde bis zum Jahresende jedoch etwa zur Hälfte abgebaut. Seit Beginn des laufenden Jahres ist die Lücke aber wieder erheblich größer geworden, wofür laut Unternehmensbefragungen vor allem Lieferengpässe verantwortlich sind, die zu einem Teil auf Störungen der Abläufe in der Containerschifffahrt zurückgeführt werden können. (ste)

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