Hafen Hamburg, Container-Terminals, Schiffskräne

Das Ifo-Institut betont, dass die Prognose mit hohen Unwägbarkeiten verbunden ist (Symbolfoto)

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Ifo-Institut: Wirtschaft schrumpft auch im dritten Quartal

Für das dritte Quartal 2029 rechnet auch das Münchner Ifo-Institut mit einer schrumpfenden deutschen Wirtschaft und auch der Ausblick auf 2020 ist nicht optimistisch.

München. Auch das Ifo-Institut rechnet mit einer weiter schrumpfenden Wirtschaftsleistung im Sommerquartal 2019 - und zwar wie im Frühjahr in der Größenordnung von minus 0,1 Prozent zum Vorquartal. „Eine leichte Erholung im vierten Quartal und die starken plus 0,4 Prozent aus dem ersten Vierteljahr dürften dann plus 0,5 Prozent für das Gesamtjahr bedeuten“, berichtete das Institut am Donnerstag, 12. September, in München. Allerdings sei die Prognose mit hohen Unwägbarkeiten verbunden. „So unterstellen wir, dass ein harter Brexit oder eine Eskalation des US-Handelskrieges ausbleiben“, sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

Sinkt die Wirtschaftsleistung zwei Quartale in Folge, sprechen Ökonomen von einer „technischen Rezession“. Es handelt sich in diesem Fall aber nur um eine sehr milde Rezession. Anders sähe es aus, wenn die Wirtschaftsleistung im Gesamtjahr im Vergleich zum Vorjahr schrumpft. Damit wird jedoch derzeit nicht gerechnet. Zuletzt war dies 2009 infolge der globalen Finanzkrise der Fall, seitdem hatte die deutsche Wirtschaft ununterbrochen mit teils kräftigen Wachstumsraten zugelegt.

Auch für das kommende Jahr wird der Ausblick laut Ifo dunkler: Statt bislang 1,7 Prozent traut das Institut der deutschen Volkswirtschaft nur noch 1,2 Prozent Wachstum zu, für 2021 1,4 Prozent. „Die Konjunkturschwäche hat ihre Spuren mittlerweile auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen“, fügte Wollmershäuser hinzu. Die Arbeitslosigkeit steige bereits den vierten Monat in Folge, und der Anteil der Unternehmen, die Kurzarbeit angemeldet haben, habe deutlich zugenommen. Für 2020 erwartet das Ifo einen Anstieg der Arbeitslosenzahl auf 2,313 Millionen, nach 2,275 Millionen in diesem Jahr. Die Zahl der Beschäftigten soll allerdings weiter langsam zunehmen. (dpa)

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