Hafen Hamburg, Container-Terminals, Schiffskräne

Das Ifo-Institut hat seine Wachstumprognose nach unten korrigiert (Symbolfoto)

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Ifo-Institut erwartet niedrigeres Wirtschaftswachstum

Das Münchner Ifo-Institut rechnet mit einem niedrigeren Wirtschaftswachstum in Deutschland und hat seine Prognose entsprechend nach unten korrigiert.

München. Mit dem Ifo-Institut hat erneut ein wichtiges Forschungsinstitut seine Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum kräftig gesenkt. Die Ifo-Experten halbierten ihre Wachstumsprognose nahezu und rechnen für das laufende Jahr nur noch mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 0,6 Prozent, wie das Institut am Donnerstag, 14. März, mitteilte. Zuvor waren die Forscher noch von einem Wachstum von 1,1 Prozent ausgegangen.

Wie bereits im vergangenen Jahr gehe die Konjunkturschwäche von der Industrie aus. „Die Industrie wird 2019 als Konjunkturmotor weitgehend ausfallen“, sagt Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. Die weltweite Nachfrage nach deutschen Produkten sei schwach, da die internationale Konjunktur weiter an Dynamik verliere. Hingegen seien die binnenwirtschaftlichen Antriebskräfte „weiterhin intakt“, versicherte Experte Wollmershäuser.

In der vergangenen Woche hatte bereits die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ihre Prognose für das deutsche Wachstum 2019 von 1,6 auf 0,7 Prozent reduziert – das wäre nur halb so viel wie im vergangenen Jahr. Neben anderen deutschen Forschungsinstituten senkte auch die Bundesregierung ihre Prognose deutlich.

Ifo-Institut sieht zeitlich begrenzte Konjunkturflaute

Nach Einschätzung der Ifo-Experten ist die Konjunkturflaute aber zeitlich begrenzt. Für 2020 erhöhte das Ifo-Institut die Prognose sogar von zuvor 1,6 Prozent auf 1,8 Prozent. „Die gegenwärtigen Produktionsschwierigkeiten der deutschen Industrie dürften allmählich überwunden werden“, sagte Wollmershäuser.

Eine unverändert starke Entwicklung erwartet das Ifo-Institut auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erwerbstätigen dürfte demnach weiter steigen, von 44,8 Millionen im vergangenen Jahr auf 45,2 Millionen in diesem und 45,5 Millionen im nächsten Jahr. „Entsprechend sinkt die Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent über 4,9 auf 4,7 Prozent“, prognostiziert das Ifo-Institut. (dpa)

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