Geld

Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiter auf Wachstumskurs

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Ifo-Institut erwartet 2,6 Prozent Wirtschaftswachstum

Die Wirtschaftspolitik der neuen Bundesregierung wirkt sich nach Ansicht der Wirtschaftsforscher anregend auf die Konjunktur aus.

München. Die deutsche Wirtschaft wird in diesem Jahr um 2,6 Prozent wachsen und im kommenden Jahr um 2,1 Prozent. Das haben neueste Berechnungen des Ifo-Instituts aus München ergeben. „Damit bestätigen wir die Zahlen unserer Dezember-Prognose“, sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

Allerdings hätten sich die dafür verantwortlichen Triebkräfte etwas verschoben. „Wir haben die Prognose für die Konsumausgaben der Haushalte 2018 um 0,5 Prozentpunkte heruntergenommen, weil sie schon 2017 im zweiten Halbjahr schlechter gelaufen sind als angenommen. Auf der anderen Seite dürften aber die Ausgaben des Staates um 0,5 Prozentpunkte stärker ausfallen als bislang gedacht“, so Wollmershäuser weiter. Die Wirtschaftspolitik der neuen Bundesregierung wirke anregend, da staatliche Transferleistungen und Ausgabenprogramme ausgeweitet würden. Ferner würden auch die Exporte um 0,5 Prozentpunkte besser laufen als angenommen. Massive Einkommensteuersenkungen in den USA und ein starker Aufschwung im Euroraum beflügeltenn die Nachfrage nach deutschen Waren und Dienstleistungen.

Auf der Negativseite schlage hingegen die Debatte über die Einführung beziehungsweise Anhebung von Zöllen im transatlantischen Handel und die Aufwertung des Euro auf die Stimmung der Unternehmer hierzulande. Gleichzeitig enttäusche der Koalitionsvertrag bei der Reform des Steuer- und Abgabensystems. Insbesondere bleibe er eine Antwort schuldig auf die deutliche Absenkung der Unternehmenssteuern in den USA, aber auch in Frankreich und in Großbritannien, machte Wollmershäuser deutlich.

Arbeitslosenquote sinkt

Die Arbeitslosenquote in Deutschland wird nach Ansicht des Ifo-Instituts stärker sinken. Laut Prognose soll sie von 5,7 Prozent im vergangenen Jahr auf 5,2 Prozent in diesem und auf 4,8 Prozent im kommenden Jahr zurückgehen. Die Zahl der Beschäftigten könnte etwa stärker steigen - auf 44,8 Millionen in diesem Jahr und auf 45,3 Millionen im kommenden Jahr. (sno)

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