Elektro Nfz

Einsatzgebiete der Hybrid „Fast Charge“ E-Tankstellen-Systeme sollen unter anderem Bundesstraßen- und Autobahnparkplätze sein (Symbolbild)

©Marcus Brandt/dpa/picture-alliance

HYB Energy stellt Hybrid E-Tankstellen-System vor

Mit dem neuen System möchte der Anbieter von mobiler Energieversorgung den Netzausbau für E-Mobilität in Deutschland voranbringen. Der Einsatz der „Fast Charge“-Module ist dabei auch für Nutzfahrzeuge, Busse und Baumaschinen geplant.

Ihlow/Riepe. HYB Energy, ein Anbieter von mobiler Energieversorgung, hat sein Hybrid „Fast Charge“ E-Tankstellen-System vorgestellt, das künftig auch für Nutzfahrzeuge zur Verfügung stehen soll. Zu den wesentlichen Merkmalen zählt die Energieerzeugung aus verschiedenen Energiequellen, wie Hybrid-Motor, Solar und vertikale Windenergie in einem Modul. Das soll im Gegensatz zu allen anderen am Markt vertretenen Ladesäulen einen von Netz-Infrastruktur unabhängigen Betrieb an fast jedem Ort ermöglichen. Durch die Mobilität und Modulbauweise der Anlagen ergeben sich laut HYB Energy vielfältige Einsatzmöglichkeiten, bis hin zur Großtankstelle mit „Lounge Modulen“.

Zahlung über App oder Kreditkarte sollen ebenso zum Standard zählen, wie auch die permanente Telemetrie-Überwachung aller Funktionen der E-Tankstellen-Module. Energie-Speicher-Module mit bis zu 500 Kilowatt und „Plugin-in-Hybrid“-Technik ergänzen das Lieferprogramm.

Ein deutschlandweiter Netzausbau für E-Mobilität wird HYB Energy zufolge noch Jahre dauern und Milliarden Euro kosten. Ohne flächendeckende Ladesäulen-Infrastruktur werde die Akzeptanz und der Verkauf von E-Autos weiterhin auf sich warten lassen. Jedes herkömmliche Schnell-Ladekonzept benötigt Netzstrom, der weder kurzfristig noch in ausreichender Menge bereitgestellt werden könne. Dazu kämen noch langwierige Genehmigungsverfahren und hohe Kosten für Kabelverlegung, Trafostationen und Planung.

Mehr Fahrzeugtypen und weitere Standorte geplant

Einsatzgebiete sollen unter anderem Bundesstraßen- und Autobahnparkplätze, Raststätten, Tankstellen, Einkaufszentren ohne ausreichende Netzkapazitäten sowie der ländliche Raum sein. Weitere „Fast Charge“-Module für Nutzfahrzeuge, Busse und Baumaschinen sind geplant.

Am Standort zwischen Aurich und Emden soll der Produktionsstart der Ladeeinheiten in 2020 beginnen. Für Produktion, Service und Wartung können dem Unternehmen zufolge in Deutschland und Europa mittelfristig viele Hundert neue Arbeitsplätze entstehen. Der aktuelle Abbau von Tausenden Arbeitsplätzen in der Norddeutschen Windkraftbranche könne so teilweise abgefedert werden. Mit Unterstützung von Politik und Industrie können mittelfristig mehrere tausend Ladeeinheiten in Betrieb gehen, so HYB Energy. (ja)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special GRÜNE LOGISTIK & UMWELTSCHUTZ.

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