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Die zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert unter anderem den E-Vito von Mercedes Benz

©Daimler

Höhere Kaufprämie für Elektrofahrzeuge in Kraft

Der Bund belohnt den Umstieg auf den MAN TGE 3.140 E, den E-Vito von Mercedes Benz, den VW E-Crafter, den Renault Master Z.E. sowie verschiedene Streetscooter mit mehr Geld.

Berlin. Käufer von Elektro-Pkw und -Transportern bekommen jetzt deutlich mehr Geld vom Staat. Seit Mittwoch gelten neue Kaufprämien für alle Fahrzeuge, die nach dem 4. November 2019 zugelassen wurden – für rein elektrische Fahrzeuge wie für Plug-in-Hybride. Die Bundesregierung hatte die höhere Förderung bereits im vergangenen September in ihrem Klimaschutzprogramm beschlossen. Das anschließende Verfahren unter Beteiligung der EU-Kommission zog sich aber hin. Erst in der vergangenen Woche hatte Brüssel grünes Licht gegeben. Am Dienstag wurde die Richtlinie im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die Förderung ist von der Art des Fahrzeugs und vom Listenpreis abhängig. Für batterieelektrische Fahrzeuge bis zu einem Listenpreis von 40.000 Euro steigt sie von 4000 auf 6000 Euro. Für Fahrzeuge mit einem Listenpreis über 40.000 Euro liegt der Zuschuss künftig bei 5000 Euro, ein Viertel höher als bisher. Für Plug-in-Hybride unter 40.000 Euro sind es 4500 Euro (statt 3000); bei einem Listenpreis über 40.000 Euro bekommen Käufer von Plug-in-Hybriden 3750 Euro (statt 3000). Das Geld kann auch rückwirkend beantragt werden.

Für Unternehmer des gewerblichen Güterverkehrs interessant: Auf der Liste der förderfähigen Fahrzeuge stehen unter anderem der MAN TGE 3.140 E, der E-Vito von Mercedes Benz, der VW E-Crafter, der Renault Master Z.E. sowie verschiedene Streetscooter-Modelle. Die Industrie beteiligt sich zur Hälfte an dem sogenannten Umweltbonus, der Staat zahlt die andere Hälfte. Zuletzt war die Rede davon, dass die höhere Prämie Milliarden kostet. Zur bislang gültigen Kaufprämie hatten Bund und Industrie jeweils 600 Millionen Euro beitragen. Die neue Regelung ist bis Ende 2025 befristet.

Kaufprämie gibt es auch für Gebrauchte

Der Branchenverband VDA bezeichnete die neuen Prämien als „wichtigen Meilenstein für den gewünschten Hochlauf der Elektromobilität“. Erstmals kann die Kaufprämie unter bestimmten Voraussetzungen auch für junge gebrauchte E-Fahrzeuge beantragt werden. Sie dürfen dafür allerdings weder beim Ersterwerb noch als Firmenwagen eine staatliche Förderung erhalten haben. Außerdem dürfen sie nicht älter als 12 Monate und nicht mehr als 15.000 Kilometer gelaufen sein. Dann gibt es für gebrauchte Elektrofahrzeuge 5000 Euro, für gebrauchte Hybride 3750 Euro.

Bundesregierung und Autoindustrie hatten sich bei einem Spitzentreffen im November darauf verständigt, dass sich die Industrie weiter an dem Bonus beteiligt. Verabredet wurde auch, das Ladenetz für E-Autos schneller auszubauen. Zwar steigen die Neuzulassungen von E-Fahrzeuge, sie haben aber noch nicht den Durchbruch auf dem Massenmarkt geschafft. Die Elektromobilität spielt eine zentrale Rolle im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung, mit dem die Klimaziele 2030 erreicht werden sollen. Dafür wird bis 2030 eine Zahl von 7 bis 10 Millionen E-Autos in Deutschland als notwendig angesehen. (dpa/ag)

Alle Infos zur Kaufprämie finden Sie unter auf der Internetseite des BAFA

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special PICK-UP & TRANSPORTER BIS 3,5 T.

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