Der DSV-Chef hatte die bisherige Kaufofferte hatte er als attraktiv und gemessen am Betriebsergebnis von Panalpina als eine der höchsten in der Branche überhaupt bezeichnet

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Hauptaktionär von Panalpina lehnt DSV-Angebot ab

Die Übernahme des Schweizer Logistikkonzerns durch den dänischen Wettbewerber droht zu scheitern. Die Ernst Goehner Stiftung ist von der Kaufofferte nicht überzeugt und empfiehlt eine andere Strategie.

Basel. Der Haupteigner des Schweizer Logistikkonzerns Panalpina stellt sich gegen eine Übernahme durch den dänischen Konkurrenten DSV. Der Rat der Ernst Goehner Stiftung (EGS) – sie hält rund 46 Prozent der Aktien von Panalpina – habe das DSV-Angebot geprüft und sei zum Schluss gekommen, dass er das Angebot nicht unterstütze, hieß es am Montag in einer Pressemitteilung. „Wir sind überzeugt, dass Panalpina für ihre Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter mit ihrer Strategie als Konsolidierer mehr Wert schaffen kann als die veröffentlichte unverbindliche Kaufofferte von DSV“, wird Thomas Gutzwiller, Mitglied des Stiftungsrates, in der „Neuen Zürcher Zeitung“ zitiert.

Stattdessen wolle der Hauptaktionär nun Panalpina bei einer unabhängigen Wachstumsstrategie, die auch eigene Akquisitionen umfasst, unterstützen. DSV hatte Panalpina Mitte Januar ein Übernahmeangebot in Höhe von 170 Schweizer Franken pro Aktie unterbreitet. Die beiden Unternehmen würden sich hervorragend ergänzen, hatte DSV-Konzernchef Jens Björn Andersen Ende Januar in den Medien gesagt. Der Verwaltungsrat des Basler Logistikkonzerns will nun die Situation und das weitere Vorgehen prüfen. (ag)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special PANALPINA WELTTRANSPORT.

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Panalpina Welttransport, DSV Transport and Logistics


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