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Hapag-Lloyd

Mit dem Sparprogramm will die Reederei Hapag-Lloyd seine Kosten um einen dreistelligen Millionenbetrag senken

©Fabian Bimmer/REUTERS/picture-alliance

Harter Sparkurs bei Reederei Hapag-Lloyd

Wegen der Corona-Krise startet die Hamburger Reederei mit einem strikten Sparprogramm. Davon ist vor allem die Flotte des Unternehmens betroffen.

Hamburg. Die Reederei Hapag-Lloyd reagiert mit einem harten Sparprogramm auf die durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Turbulenzen im Seeverkehr. Ein kürzlich gestartetes Programm solle die Kosten kurzfristig um einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag reduzieren, sagte Vorstandschef Rolf Habben Jansen, der „Frankfurter Allgemeiner Zeitung“ (Montag). „Wir durchforsten unsere gesamte Kostenstruktur und schnüren ein großes Paket, um unsere Ausgaben zu senken und die Liquidität zu sichern.“

Im Fokus stehe vor allem die Flotte, die deutlich angepasst werde, schreibt die „FAZ“. So reduziere Hapag-Lloyd seine Kapazität auf einigen wichtigen Routen, etwa zwischen Asien und Europa, um bis zu 20 Prozent. Das werde unter anderem erreicht, indem die fünftgrößte Reederei der Welt eine „deutlich zweistellige Zahl“ an Charterschiffen zurückgebe, sagte Habben Jansen der Zeitung. „Ein Stellenabbau ist derzeit nicht geplant. Sollte sich die Situation deutlich zuspitzen, kann ich keine Garantien geben, dass es so bleiben wird.“

Aktuell habe Hapag-Lloyd genug flüssige Mittel, um durch die Krise zu kommen, sagte Habben Jansen. Trotzdem habe die Reederei Notfallpläne erstellt, um sich im schlimmsten Fall weitere 300 bis 500 Millionen Euro an Liquidität über Kredite zu sichern. (dpa/sn)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special SEEFRACHT & HÄFEN.

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