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Felsrutsch Mittelrheintal

Experten arbeiten weiterhin unter Hochdruck an der Hangsicherung

©Thomas Frey/picture-alliance

Hangsicherung nach Felssturz auf wichtige Bahnstrecke geht weiter

Ende März hatte die Deutsche Bahn erklärt, dass für die Sicherung von zwei rund 1000 Quadratmeter großen Flächen mit Netzen insgesamt 620 Anker in den Felshang gesetzt werden sollten. Vorerst bleibt die Strecke deshalb gesperrt.

Kestert. Nach dem Felsrutsch auf Europas meistbefahrener Güterzugstrecke Mitte März arbeiten Experten unter Hochdruck weiter an der Hangsicherung. Auch am Montag waren mit Seilen gesicherte Spezialisten in teils orangefarbener Kleidung und mit Helmen an dem Steilhang bei Kestert im Welterbe Oberes Mittelrheintal damit beschäftigt. Bei ihren Bohrarbeiten nahe dem weltberühmten Loreley-Felsen stiegen große helle Staubwolken vor dem dunklen Schiefergestein auf.

Die Deutsche Bahn teilte am Montag vorerst keine neuen Details mit. Ende März hatte sie erklärt, dass für die Sicherung von zwei rund 1000 Quadratmeter großen Flächen mit Netzen insgesamt 620 Anker in den Felshang gesetzt werden sollten. Dafür müssten aufwendig jeweils bis zu neun Meter tiefe Löcher in den unwegsamen Steilhang gebohrt werden. Mit einer Reihe von Sprengungen war beim Felssturz gelockertes Gestein bereits entfernt worden.

Am 15. März waren bei Kestert schwere Schieferplatten und Geröll auf die Schienen am Rhein gekracht. Verletzte gab es nicht. Die rechtsrheinischen Gleise sind laut der Deutschen Bahn Teil von Europas meistbefahrener Güterzugstrecke zwischen Genua und Rotterdam. Sie bleiben vorerst gesperrt. Die meisten Güterzüge werden derzeit linksrheinisch umgeleitet, für rechtsrheinische Bahnreisende gibt es Ersatzbusse. Die Deutsche Bahn war nach eigenen Worten Ende März davon ausgegangen, „den Betrieb noch im April wiederaufzunehmen“. (dpa/ja)

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