Containerschiff, Sajir

Hamburgs Wirtschaftssenator hat sich bei der Containerschifffahrt gegen ein weiteres Größenwachstum der Schiffe ausgesprochen (Symbolfoto)

©Axel Heimken/dpa/picture-alliance

Hamburgs Wirtschaftssenator gegen Gigantomanie auf Weltmeeren

Für ein Ende des Größenwachstums bei Containerschiffen hat sich Hamburgs Wirtschaftssenator nach Gesprächen mit Reedern ausgesprochen.

Hamburg. Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) hat sich bei der Containerschifffahrt gegen die Gigantomanie auf den Weltmeeren ausgesprochen. „Jetzt sollte mit dem Größenwachstum Schluss sein“, sagte er dem „Hamburger Abendblatt“ und gegenüber dem Sender „NDR 90,3“ erklärte Westhagemann, „am liebsten würden wir es stoppen“.

Alle Reeder, mit denen er darüber gesprochen habe, hätten ihn in dieser Auffassung bestätigt, sagte der Senator weiter. Denn auch die Reedereien würden inzwischen feststellen, dass es nicht wirtschaftlicher sei, immer noch größere Schiffe zu bauen. „Die Beladungs- und Entladungszeiten der großen Schiffe verlängern sich so, dass die Liegezeit in den Häfen ausgedehnt wird, was höhere Kosten produziert“, sagte Westhagemann dem „Abendblatt“.

Die bisher größten Containerfrachter sind 400 Meter lang, 60 Meter breit und können 22.000 Container transportieren. In Hamburg hat nach vielen Jahren Planung und Protesten die Elbvertiefung begonnen, damit auch größere Schiffe in den Hafen kommen können. Die Elbe wird so tief ausgebaggert, dass Schiffe unabhängig von der Tide bis 13,50 Meter Tiefgang den Hamburger Hafen ansteuern können, auf der Flutwelle bis 14,50 Meter. Für die Riesenfrachter von heute reicht das eigentlich immer noch nicht. Doch sind die Schiffe in Hamburg ohnehin nach mehreren Stopps zuvor meist nicht voll beladen. (dpa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special SEEFRACHT & HÄFEN.

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