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Der aktuelle Hafenentwicklungsplan für den Hamburger Hafen stammt aus dem Jahr 2012

©Christian Charisius/dpa/picture-alliance

Hamburg: Hafenentwicklungsplan soll 2022 fertig sein

Mitte des kommenden Jahres will der Hamburger Senat den Plan beschließen. Vorher dürfen die Bürger der Hansestadt aber auch noch ihre Meinung kundtun.

Hamburg. Bei den schon Jahre dauernden Arbeiten zum neuen Hafenentwicklungsplan 2040 für Hamburg haben nun die Bürger das Wort. Im Oktober wird ein Online-Dialog gestartet, dessen Ergebnisse dann in den Plan einfließen sollen. Letztlich vom Senat beschlossen werden solle der Plan Mitte 2022, sagte Wirtschaftsstaatsrat Andreas Rieckhof (SPD) am Mittwoch. Noch für Mittwoch war eine Auftaktveranstaltung für das Fachpublikum geplant. Daran sollten unter anderem Wirtschafts- und Umweltverbände sowie Gewerkschaften und die Bundesagentur für Arbeit beteiligt sein. Der aktuelle Hafenentwicklungsplan „Hamburg hält Kurs“ stammt aus dem Jahr 2012.

„Uns ist wichtig, (...) neue Impulse und Ideen aus der interessierten Öffentlichkeit zu bekommen, denn die hat ja doch einen ganz eigenen Blick auf unseren Hafen“, sagte Eva Jurgeleit von der Wirtschaftsbehörde. Bei dem moderierten Dialog sei zum einen eine offene Diskussion über die Vision zum Hafen geplant, zum anderen solle es eine Umfrage geben. Dabei würden dann die Themen „Stadt und Hafen“, „Zukunft der Arbeit“, „Klimaschutz, Umweltschutz und Nachhaltigkeit“ sowie „Innovationshafen“ behandelt.

Hafen soll im Jahr 2040 klimaneutral sein

Rieckhof sagte, er erhoffe sich von dem Dialog positiv ausgedrückt, „befruchtende Gedanken, die wir bisher nicht ausreichend gewürdigt haben, oder Tendenzen, die wir nicht ausreichend gekannt haben“. Was aber keinesfalls passieren dürfe, „dass das Ergebnis einer solchen Diskussion der kleinste gemeinsame Nenner ist“. Denn damit könne Hamburg im Wettbewerb mit anderen europäischen Häfen nicht gewinnen.

Den Plänen des Senats zufolge soll der Hafen im Jahr 2040 klimaneutral und naturverträglich sein. „Er ist auch Kraftzentrum für Innovationen und Wertschöpfung. Das ist der Anspruch, den wir haben“, sagte Rieckhof. Der Hafen soll Herzkammer der Wasserstoffwirtschaft mindestens von Norddeutschland werden, er soll ein Garant für gute Arbeit und Qualifizierung sein und seine internationale Bedeutung bewahren. „Und er ist nicht nur räumlich, sondern auch tatsächlich im Herzen der Menschen der Stadt“, sagte Rieckhof. (dpa/sn)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special SEEFRACHT & HÄFEN.

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Seefracht & Häfen, Logistikregion Hamburg, Verkehrsinfrastruktur Bau & Finanzierung, Partei – SPD


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