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Landstromanlage, Hafen Hamburg

Notfalls will Hamburgs Wirtschaftssenator Schiffe zur Nutzung der Landstromanlagen zwingen (Symbolbild)

©Christian Charisius/dpa/picture-alliance

Hamburg: Diskussion um Nutzung von Landstrom für Schiffe

Hamburgs Wirtschaftssenator schließt einen Zwang zur Nutzung von Landstrom für Containerschiffe nicht aus, will aber auch nicht zu viel Druck auf die Reedereien ausüben.

Hamburg. Zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes im Hafen will Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) Containerschiffe notfalls zur Nutzung der Landstromanlagen zwingen. „Ich schließe nicht aus, dass sie auch bei uns kommen kann“, sagte der Senator in einem Interview der „Hamburger Morgenpost“ mit Blick auf die Landstrompflicht in anderen Häfen.

Es komme darauf an, wie andere Maßnahmen greifen. Am Ende müsse die gesamte CO2-Bilanz stimmen. Gleichzeitig warnte Westhagemann jedoch davor, zu viel Druck auf die Reedereien auszuüben, da diese dann entscheiden könnten, Hamburg nicht mehr anzulaufen. „Das ist auch nicht gut für den Hafen. Das gefährdet Arbeitsplätze.“

Die Politik kümmere sich darum, dass sich die Rahmenbedingungen für die Landstromversorgung verbessern. So habe eine Initiative Hamburgs bereits zu einer Reduzierung der EEG-Umlage für Landstromanlagen um 80 Prozent geführt. Auch gebe es beim Hafengeld Rabatte, wenn Schiffe Landstrom nutzten, sagte Westhagemann. „Aber klar ist auch: Wenn wir nicht zu der CO2-Reduzierung kommen, die wir erreichen müssen, werden wir mit anderen Maßnahmen nachjustieren müssen.“ (dpa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special SEEFRACHT & HÄFEN.

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