Hafen Antwerpen

Fast 6800 Frachtschiffe sind im ersten Halbjahr 2020 im Hafen von Antwerpen eingelaufen

©Hafen Antwerpen

Hafen von Antwerpen mit gemischter Bilanz aus dem ersten Halbjahr

Die Corona-Krise hat auch vor dem zweitgrößten Frachthafen Europas nicht Halt gemacht. Dennoch gibt es erste Anzeichen der Entspannung.

Antwerpen. Der Hafen von Antwerpen hat Bilanz aus dem ersten Halbjahr 2020 gezogen. Wie erwartet ist der Warenumschlag wegen der Corona-Krise etwas zurückgegangen – allerdings nicht so stark, wie es vielleicht manch einer erwartet hätte. Den Zahlen zufolge ging der Gesamtwarenverkehr zwischen Januar und Juni um 4,9 Prozent zurück, verglichen mit demselben Zeitraum im Jahr 2019.

Starkes Containergeschäft

Im Containersektor gibt es die vielleicht größte Überraschung: Denn trotz Corona bilanziert der Hafen von Antwerpen im ersten Halbjahr ein Plus von 0,4 Prozent in TEU (Standardcontainer). Zwar liefen in dieser Zeit weniger Schiffe ein, allerdings war die Durchschnittsladung höher. Der Mitteilung nach wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres unter anderem besonders viele Container mit Medizinprodukten umgeschlagen.

Deutliche Einbrüche und vorsichtige Hoffnung

Dennoch gibt es auch einige dicke Minuszeichen in der Statistik zu finden: Der Handel mit Stahl und Eisen ging zwischen Januar und Juni um über 33 Prozent zurück, außerdem knickte der Trockenmasse-Sektor, zu dem beispielsweise Kohle gehört, um gut 13 Prozent ein. Hierfür machen die Verantwortlichen allerdings auch andere Faktoren, wie beispielsweise das Aufstreben des Grüne-Energie-Sektors, verantwortlich.

Der Hafen von Antwerpen rechnet auch im dritten Quartal noch mit einigen Leerfahrten. Trotzdem zeige sich, dass die Wirtschaft in Europa wieder ins Rollen komme, was die Hoffnung auf wieder steigende Umschlagzahlen befeuert. (ff)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special SEEFRACHT & HÄFEN.

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