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Kann wachsen: der Containerterminal Hamburg (CTH) der Eurogate-Gruppe (Arndt)©eha

Hafen Hamburg erweitert Containerterminal

Eurogate bekommt das Zeichen: „Go West“: Hamburgs Hafensenator Uldall spricht von einem großen Tag für den Hamburger Hafen

Hamburg. Der Hamburger Hafen bekommt Raum für weiteres Wachstum – im Westen. Bis 2014 werden im Anschluss an den heutigen Container Terminal Hamburg (CTH) der Eurogate-Gruppe 40 weitere Hektar Terminalfläche anschließen. Sie bringen zusätzliche Umschlagkapazitäten für zwei Millionen TEU. Zum Gesamtpaket gehören auch zwei neue Kaimauerabschnitte, die es zusammengenommen auf 1000 Meter Länge bringen und die dafür ausgelegt sein werden, dass an ihnen die marktüblichen Großcontainerschiffe abgefertigt werden können. Und: Es wird ein spezielles „Wendebecken“ für die Riesenfrachter gebaut. Hafensenator Gunnar Uldall: „Das ist eine Investition, die nicht nur Eurogate zugute kommt, sondern auch der HHLA mit ihrem Burchardkai- Container-Terminal (CTB).“ „Noch bevor das Projekt ‚Mittlerer Freihafen’ umgesetzt wird, bekommt der Hamburger Hafen die ersten neuen Umschlagkapazitäten, die das Ergebnis einer Erweiterungsprozesses des Hafens in Richtung Westen ist“, freute sich Eurogate-Chef Emanuel Schiffer am Donnerstag anlässlich der Vorstellung des Gesamtvorhabens durch ihn und Hafensenator Uldall. Der geriet angesichts der Dimension des Projektes „Westerweiterung“ ins Schwärmen: „Das ist ein Tag, an dem das Herz eines Hamburgers höher schlägt.“ Auf dem Weg hin zu den neuen Umschlagkapazitäten mussten einige Hürden aus dem Weg geräumt werden. Die für den neuen Terminal benötigte Fläche wird noch von zwei Firmen genutzt, die im Segment flüssiges Massengut tätig sind. Dabei handelt es sich um die Firmen Bominflot und Dupeg. Letzgenannter Betrieb ist inzwischen vollständig aufgegangen in der niederländischen Vopak-Gruppe. Die Begeisterung der beiden Firmen über die Westerweiterungs-Idee von Eurogate hielt sich zunächst in engen Grenzen. Zeitweise drohte Bominflot sogar mit einem Totalabzug aus Hamburg, was dem von Hafensenator Uldall verfolgten Ziel, dass der Elbe-Hafen in jedem Fall ein Universalhafen sein und bleiben soll, zuwider gelaufen wäre. Uldall räumte denn auch „harte Verhandlungen“ mit den beiden Unternehmen an. Doch am Ende lohnte der steinige Weg. Die Dupeg-Aktivitäten werden innerhalb der anderen Hamburger Vopak-Wirkungsfelder konzentriert. Und Bominflot wandert mit seinem Betrieb nach Westen, sprich in Richtung Finkenwerder. Auch das von den beiden Firmen genutzte Hafenbecken „Petroleumhafen“ wird es in wenigen Jahren nicht mehr geben. Es wird zugeschüttet, und auch eine Landzunge wird abgetragen. Das Großvorhaben hat seinen Preis: So wird allein die Stadt Hamburg 283 Millionen Euro für das Vorhaben aufwenden Die (stadteigene) Hamburg Port Authority (HPA) stellt ihrerseits 75 Millionen Euro bereit. Und Eurogate legt für das Vorhaben rund 250 Millionen Euro auf den Tisch. Rechnet man die Ausgaben für die schon jetzt erfolgende Ertüchtigung des Terminals innerhalb der bisherigen Grenzen hinzu, dann kommen unterm Strich für das Unternehmen sogar 650 Millionen Euro zusammen. Auch das wird im Zuge der Westerweiterung enstehen: ein neues Wendebecken. Dass sich die Mühe am Ende lohnen wird, davon zeigten sich sowohl Uldall als auch Schiffer überzeugt. So werde der Stadtstaat Hamburg eine „doppelte Dividende“ einstreichen können, nämlich mehr Steuereinnahmen dank eines prosperierenden Umschlag-Unternehmens und mehr neue Arbeitsplätze. Denn Eurogate, das als Folge des laufenden Ausbauvorhabens plus der Westerweiterung seine Umschlagkapazitäten auf rund sechs Mio. TEU hochfahren wird, stellte rund 250 zusätzliche Jobs nur als Folge der Westerweiterung in Aussicht. (eha)

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