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VDV fordert zeitnahe Umsetzung des Bundesprogramms Zukunft Schienengüterverkehr

Gesamtinvestitionen in Höhe von 52 Milliarden Euro wären für die geplante Verlagerung des Güterverkehrsauf die Schiene nötig

©Christoph Schmidt / dpa / picture-alliance

Güterverlagerung auf die Schiene erfordert Milliardeninvestitionen

Der Anteil der Schiene am Güterverkehr in Deutschland stagniert seit Jahren, die vom Bund geplante Erhöhung wird Milliarden kosten, wie ein aktuelles Gutachten zeigt.

Berlin. Damit bis 2030 wie geplant rund ein Viertel aller Güter auf der Schiene transportiert werden können, braucht es laut einem Gutachten Gesamtinvestitionen in Höhe von 52 Milliarden Euro. Rund 13 Milliarden Euro davon könne die Güterbahn-Branche selbst aufbringen, der Rest müsse vom Bund kommen, heißt es in der Untersuchung, die die Unternehmensberatung Roland Berger im Auftrag des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) erstellt hat.

Demnach brauche es allein für die Instandhaltung des bestehenden Netzes zusätzliche 16 Milliarden Euro bis 2030, heißt es darin. 13,5 Milliarden Euro müssten zudem in neue Strecken investiert werden. Weitere rund neun Milliarden Euro müssten in die Flotte fließen.

Seit Jahren stagniert der Anteil der Schiene am gesamten Güterverkehr in Deutschland bei rund 19 Prozent. Der Bund will diesen Anteil deutlich erhöhen. „Die Güterbahnen sind bereit, ihren Beitrag dazu zu leisten“, teilte VDV-Vizepräsident Joachim Berends am Donnerstag, 30. September, mit. „Aber wir brauchen dafür dringend und schnell die nötigen gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Sicherheit, dass die Finanzierung, vor allem für den notwendigen Ausbau der Schieneninfrastruktur, ausreichend und langfristig gesichert ist.“ (dpa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special RAILCARGO & KV.

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Railcargo & KV, Verkehrspolitik Deutschland, Verband – VDV


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