Güterbahnhof Hagen, Rangierbahn, Güterzüge

Für das kommende Fahrplanjahr darf die DB Netz die Schienenmaut erneut erhöhen

©/Hans Blossey/euroluftbild.de/dpa/picture-alliance

Güterbahnen beklagen Erhöhung der Trassenpreise

Nach der Genehmigung der Bundesnetzagentur müssen Güterbahn-Unternehmen ab Dezember 2,3 Prozent mehr für einen Standard-Güterzug zahlen.

Berlin. Die Wettbewerbsbahnen im Güterverkehr bedauern, dass die DB Netz, eine Tochter der Deutschen Bahn (DB), die Schienenmaut im kommenden Fahrplanjahr 2020/21 erneut erhöhen darf.

Nach der Genehmigung durch die Bundesnetzagentur am Dienstagabend müsse für einen Standard-Güterzug ab 13. Dezember 3,05 Euro pro Kilometer gezahlt werden - dies entspreche 2,3 Prozent mehr als im laufenden Jahr.

„Diese Trassenpreis-Erhöhung passt nicht in die Landschaft“, beschwerte sich Peter Westenberger, Geschäftsführer des Netzwerks Europäischer Eisenbahnen (NEE). „Selbst wenn die eigentliche Corona-Krise überwunden sein sollte, wird die Branche noch an ihren Folgen zu kauen haben.“

DB Netz soll auf geplante Gewinne verzichten können

Das NEE fordert daher die DB Netz und den Bund auf, darüber zu sprechen, wie die Trassenpreiserhöhung doch noch vermieden werden kann. „Wir schlagen vor, dass die Aufsichtsratsvertreter des Bundes der DB Netz erlauben, auf geplante Gewinne zu verzichten“, sagte Westenberger.

Es sei widersinnig, dass der Bund jährlich 350 Millionen Euro für die Trassenpreisförderung bereitstellt, diese Mittel jedoch durch regulierungsrechtlich zulässige Preiserhöhungen wieder aufgefressen würden.

Erst kürzlich hatte die DB Netz eine Klage gegen die Bundesnetzagentur wegen nicht genehmigter Trassenpreiserhöhungen für Güterzüge zurückgezogen. (sn)

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