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Stephan Kühn

Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen im Bundestag, Stephan Kühn, hält die Strategie des Bundesverkehrsministeriums für unwirksam

©Sebastian Kahnert/dpa/picture-alliance

Grüne kritisieren Mautbefreiung für Elektro-Lkw

Aus Sicht von Stephan Kühn, Sprecher für Verkehrspolitik der Grünen im Bundestag, wäre eine Förderung des Schienengüterverkehrs zum Beispiel durch Senkung der Trassenpreise für die Güterbahnen klimapolitisch wirksamer.

Berlin. Das Bündinis 90/Die Grünen hält eine Mautbefreiung für Elektro-Lkw nicht für zielführend. Das brachte Stephan Kühn, Sprecher für Verkehrspolitik der Grünen im Bundestag, am Donnerstag anlässlich der entsprechenden Ankündigung von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) zum Ausdruck: „Grundsätzlich kann es sinnvoll sein, innovative und emissionsarme Fahrzeuge von der Lkw-Maut zu befreien. Doch Verkehrsminister Andreas Scheuer zäumt das Pferd von hinten auf.“ Mit der Verlagerung langlaufender Lkw-Verkehre auf die Schiene wäre der CO2-Minderungseffekt um ein Vielfaches höher, sagte er

Kühn kritisierte, dass der Bundesverkehrsminister von Union und SPD angekündigte Vorhaben weiter aufschiebe. Eine schnell wirksame und klimapolitisch notwendige Maßnahme sei die im Masterplan Schienengüterverkehr angekündigte Senkung der Trassenpreise für die Güterbahnen, betonte er. Auch bei der Stromsteuer könne der Bund den Schienengüterverkehr entlasten und so die Verkehrsverlagerung fördern, erklärte der Grünen-Politiker. „Beim Elektro-Lkw über 7,5 Tonnen bietet die Industrie derzeit kaum Modelle an. Die klimapolitische Wirkung der Maßnahme wird daher sehr bescheiden ausfallen. (ag)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special KÜHN, STEPHAN.

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Kühn, Stephan, Scheuer, Andreas, Verkehrspolitik Deutschland, Maut in Deutschland, CO2 und Luftschadstoffe in Transport & Logistik, Bündnis 90/Die Grünen


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