Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses des Bundestages: Anton Hofreiter

©Stefan Kaminski

Grüne fordern neue Regeln für Bahn-Großprojekte

Die Bahn soll verpflichtet werden, alle Kosten von Anfang an offen zu legen

Berlin. Mit Blick auf die Kosten für das umstrittene Projekt „Stuttgart 21" wollen Bündnis 90/Die Grünen die Regeln für die Zustimmung zu Großprojekten der Bahn ändern. Es sei leider nichts Ungewöhnliches, dass den Parlamentariern bei solchen Projekten Kosten vorenthalten würden, um die Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan zu erreichen, sagte der Vorsitzende des Verkehrsausschusses des Bundestages, Anton Hofreiter nach Agenturangaben. Deshalb müsse die Bahn verpflichtet werden, alle Kosten von Anfang an offen zu legen.

Außerdem müsse bei der Entscheidung über Großprojekte auch gleich endgültig über die Kosten entschieden werden. Ob die Bahn dem Bundestag bei der mit „Stuttgart 21" verbundenen und vom Bund mitfinanzierten Neubaustrecke Wendlingen-Ulm Kosten verschwiegen habe, werde derzeit von der Grünen-Fraktion geprüft, sagte Hofreiter. (jök)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special PROTESTE & DEMONSTRATIONEN VERKEHR UND LOGISTIK.

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Proteste & Demonstrationen Verkehr und Logistik, Bündnis 90/Die Grünen

  • 18.07.2011

    Rainer Bohnet

    Diese Forderung ist richtig. Projekte, deren Kosten aus dem Ruder laufen, müssen gestoppt werden. Das Geld für Stuttgart 21 könnte in anderen Regionen in Deutschland erheblich intelligenter und wirkungsvoller investiert werden.


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