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Greiwing Gefahrstofflager

Das neue Gefahrstofflager bietet Platz für 3000 Paletten

©Greiwing

Greiwing nimmt Gefahrstofflager in Betrieb

In dem neuen Lager am Duisburger Logport will der Logistiker Bariumchlorid der Gefahrstoffklasse 6.1 lagern und umschlagen.

Greven/Duisburg. Nach acht Monaten Bauzeit hat Greiwing Logistics for you sein Gefahrstofflager am Duisburger Logport in Betrieb genommen. Wie der Spezialist für Silologistik mitteilte, umfasst die Anlage eine Teilfläche von 7500 Quadratmeter eines insgesamt 37.500 Quadratmeter großen Grundstücks und bietet auf einer Fläche von 1300 Quadratmetern einen Kommissionierbereich sowie 3000 Palettenstellplätze im Verschieberegal. Insgesamt können dort nach Unternehmensangaben 3000 Tonnen nicht brennbaren Bariumchlorids der Gefahrstoffklasse 6.1 gelagert werden. Die Investitionskosten für den Bau des an der Bliersheimer Straße gelegenen Gefahrstofflagers beziffert Greiwing auf 5,5 Millionen Euro.

Ausschließlich eigene Fahrzeuge im Einsatz

Angeliefert wird das Bariumchlorid ausschließlich in BigBags in Überseecontainern, die im direkt angrenzenden Duisburg Intermodal Terminal (DIT) abgeholt werden. Die Gebinde werden im Weiteren weder ab- noch umgefüllt. Pro Charge wird lediglich eine Probe von etwa 500 Gramm entnommen. Dies erfolgt in einem speziellen Raum, der mit einer technischen Lüftung ausgerüstet ist. Der Warenausgang wiederum erfolgt mittels geschlossener Kofferauflieger. Befördert werden die Produkte ausschließlich mit Greiwing-eigenen Fahrzeugen über festgelegte Routen, die dem Positivnetz der Stadt Duisburg entsprechen. „Fahrten durch Wohngebiete wird es daher nicht geben“, beteuert Greiwing.

Über das 3000 Palettenstellplätze große Gefahrstofflager beliefert das Logistikunternehmen die chemische Industrie in Duisburg und Umgebung. „Wir haben im Umgang mit Gefahrstoffen in der Vergangenheit viel Erfahrung gesammelt und uns auf diesem Feld eine große Expertise erworben“, so Jürgen Greiwing. „Dass wir dieses Know-how nun auch an unserem Standort im Logport in vollem Umfang nutzen können, freut uns natürlich sehr.“

Aufwendiges Genehmigungsverfahren

„Die kurze Bauzeit spiegelt den Aufwand, den wir für dieses Vorhaben betreiben mussten, allerdings nicht wider“, sagt Jürgen Greiwing, geschäftsführender Gesellschafter von Greiwing. Besonders aufwendig gestaltete sich das vorgelagerte immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren. Dieses verlangte unter anderem die Beteiligung der Öffentlichkeit und Träger öffentlicher Belange. Umfangreich gestaltete sich auch die Bauplanung, insbesondere mit Blick auf den Personenschutz. Grund dafür waren die zahlreichen Auflagen für den Bau und den Betrieb eines Gefahrstofflagers. „Um hier auf der sicheren Seite zu sein, haben wir nicht nur sämtliche Vorschriften erfüllt, sondern sind teilweise freiwillig darüber hinausgegangen“, führt Greiwing aus. Beispielsweise wurde die Löschwasserrückhaltung drei Zentimeter höher ausgeführt als vorgeschrieben.

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special CHEMIELOGISTIK.

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Chemielogistik, Umweltrecht & Gefahrgut, Greiwing Logistics


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