Seemann, Hafen Hamburg

Die Gewerkschaften ITF und Verdi wollen diese Woche die Arbeitsbedigungen von Seeleuten in den deutschen Häfen kontrollieren

©Malte Christians/dpa/picture-alliance

Gewerkschaften kontrollieren Arbeitsbedingungen auf Schiffen

In dieser Woche wollen ITF und Verdi die Arbeitsbedingungen von Seeleuten in den deutschen Häfen unter die Lupe nehmen. Die Inspektoren kritisieren, dass das Laschen der Schiffe häufig während der Ruhezeiten ausgeführt werden muss.

Hamburg. Die Internationale Transportarbeitergewerkschaft (ITF) und die Gewerkschaft Verdi kontrollieren in dieser Woche wieder die Arbeitsbedingungen auf Schiffen unter Billigflaggen in deutschen Seehäfen. In diesem Jahr liege ein besonderer Fokus auf dem Lasch-Equipment an Bord der Schiffe, heißt es in einer Mitteilung von Verdi. Seit 2015 setzen sich die Gewerkschaften in einer weltweiten Kampagne dafür ein, dass Laschen – die Befestigung der Ladung im Schiff – ausschließlich die Arbeit von Hafenarbeitern und nicht von Seeleuten ist.

Damit soll auch die Sicherheit der Seeleute erhöht werden, die bislang diese Arbeiten oft während ihrer Ruhezeiten ausführen mussten. Dabei kam es immer wieder zu schweren Unfällen. Mittlerweile haben sich die Sozialpartner verständigt, doch treten die Regelungen erst 2020 vollständig in Kraft.

Inspektoren kontrollieren Sicherheit und Verträge

In Hamburg und Bremerhaven werden die Inspektoren der Gewerkschaft Container- und Feederschiffe darauf kontrollieren, ob die notwendigen Voraussetzungen für die Sicherheit der Seeleute gegeben sind. Zudem kontrollieren sie in allen Häfen die Einhaltung von Tarifverträgen auf Schiffen unter Billigflagge. Im vergangenen Jahr konnte die ITF bei mehr als 6000 Inspektionen 24,2 Millionen US-Dollar ausstehende Heuer zurückfordern. (dpa/ag)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special SEEFRACHT & HÄFEN.

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