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Die Deutsche Bahn braucht wegen hoher Kosten und niedriger Fahrgastzahlen in der Corona-Krise Milliardenhilfen vom Staat

©Fabrizio Bensch/dpa/picture-alliance

Gewerkschaft und BUND warnen vor Stellenabbau bei der Bahn

Die Deutsche Bahn braucht wegen hoher Kosten und niedriger Fahrgastzahlen in der Corona-Krise Milliardenhilfen vom Staat. Die Gewerkschaft EVG und der Umweltverband BUND fordern, bei möglichen Sparmaßnahmen Arbeitsplätze zu schützen.

Berlin. Die Gewerkschaft EVG und der Umweltverband BUND haben vor einem Stellenabbau bei der Deutschen Bahn gewarnt. Mit Blick auf Verhandlungen mit der Bundesregierung über Milliardenhilfen für den Konzern erklärte der stellvertretende EVG-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel: „Um die Einbrüche durch die Covid-19-Pandemie abzufedern braucht es verbindliche Vereinbarungen, die Arbeitsplätze schützen und den Beschäftigten die nötige Sicherheit bieten.“ Der BUND forderte, die Schiene müsse finanziell mehr gefördert werden, um Klimaziele zu erreichen.

Die Deutsche Bahn braucht wegen hoher Kosten und niedriger Fahrgastzahlen in der Corona-Krise Milliardenhilfen vom Staat. Der bundeseigene Konzern soll einen Eigenanteil dazu beitragen, deswegen wird ein Stellenabbau befürchtet. Der Bahnbeauftragte der Bundesregierung, Enak Ferlemann, hatte dies zurückgewiesen.

Schiene wichtig, um Emissionen im Verkehrssektor zu senken

EVG und BUND erklärten, für die Mobilitätswende in Deutschland seien die Schiene insgesamt und die Deutsche Bahn im Besonderen von zentraler Bedeutung, um die Emissionen im Verkehrssektor deutlich zu reduzieren. Damit das Pariser Klimaschutzziel eingehalten werden könne, brauche es mehr Investitionen in die Schieneninfrastruktur.

Hommel sagte laut einer Mitteilung vom Freitag, Einsparungen wären kontraproduktiv. „Es sind die Mitarbeitenden, die das Rad am Laufen halten. Weniger Personal und reduzierte Angebote sorgen am Ende für eine verringerte Nutzung; bei den Eisenbahnen insgesamt, aber auch im Busbereich.“

Die BUND-Geschäftsführerin Politik und Kommunikation, Antje von Broock, sagte: „Um das Pariser Klimaschutzziel einzuhalten ist eine Mobilitätswende nötig, die durch Investitionen vorangetrieben werden muss, statt durch Sparmaßnahmen ausgebremst zu werden.“ Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) müsse im Zuge des geplanten Konjunkturprogramms der Bundesregierung Gelder in den öffentlichen Verkehr und die Schiene investieren. Ziel müsse der weitere Ausbau, die Elektrifizierung, die Digitalisierung und die Reaktivierung des Schienennetzes sein. (dpa/ja)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special RAILCARGO & KV.

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