Knorr-Bremse

Korr-Bremsen Eigentümer Heinz Hermann Thiele zeigte sich beim Aktienverkauf zufrieden

©Picture Alliance/dpa/Nicolas Armer

Gelungenes Börsendebüt für Knorr-Bremse

Für Knorr-Bremse zeichnet sich ein gelungenes Debüt an der Börse ab. Der Ausgabepreis lag etwas über der Mitte der Preisspanne.

München. Der Eigentümer von Knorr-Bremse hat sich beim Verkauf der Aktien des Bremsenherstellers mit der Mitte der Preisspanne zufriedengestellt. Der endgültige Ausgabepreis für die Papiere sei von der KB Holding zusammen mit ihren Tochtergesellschaften auf 80 Euro je Stück festgelegt worden, teilte die Knorr-Bremse AG am Mittwochabend mit. Die Spanne hatte bei 72 bis 87 Euro gelegen.

Börsengang bei 3,9 Milliarden Euro

Bei Platzierung aller gut 48 Millionen Aktien läge der Umfang des Börsengangs bei 3,9 Milliarden Euro. Damit verpasst Knorr-Bremse knapp das Volumen von Siemens Healthineers. Dieser Börsengang hatte im März 4,2 Milliarden Euro eingebracht. Erster Handelstag für Knorr-Bremse soll dieser Freitag sein.

Dem Bremsenhersteller fließt kein Geld zu, der gesamte Erlös geht an den Verkäufer. Der starke Mann des Unternehmens, Heinz Hermann Thiele, wird nach dem Börsengang indirekt 70 Prozent der Firma kontrollieren. Vor gut zwei Jahren hatte er den Aufsichtsratsvorsitz abgegeben und fungiert seitdem als Ehrenvorsitzender des Kontrollgremiums. Thiele hatte als Vorstandsvorsitzender in den 80er-Jahren das Unternehmen in einer Krise übernommen.

Weltmarktführer für Bremssysteme

Knorr-Bremse stellt Bremsen für Züge und Lkw her, daneben hat das Unternehmen unter anderem auch Zugtüren, Heizungs- und Lüftungssysteme im Angebot. Knorr-Bremse ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer für Bremssysteme in Schienenfahrzeugen und bei Druckluftbremsen im Lkw. Knorr-Bremse hatte zur Jahresmitte knapp 29.000 Mitarbeiter, davon rund 80 Prozent außerhalb Deutschlands.

Vergangenes Jahr machte der Konzern 6,2 Milliarden Euro Umsatz, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) lag bei gut 1,1 Milliarden Euro. Aus eigener Kraft soll der Erlös mittelfristig in den kommenden drei bis vier Jahren um 4,5 bis 5,5 Prozent jährlich klettern, die Ebitda-Marge soll von 18,1 Prozent um rund 1,5 Prozentpunkte zulegen. (dpa/stm)

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