Die „gelben Westen” protestieren seit mehr als einer Woche und hoffen auf ökologischen Wandel

©Frederic Charmeux/MAXPPP/dpa/picture-alliance

Französische Regierung: Kein Kurswechsel nach "Gelbwesten"-Protest

Seit mehr als einer Woche gehen in Frankreich Menschen unter anderem wegen der hohen Spritpreise auf die Straße. Die Regierung zeigt sich unbeeindruckt.

Paris. Die französische Regierung will trotz der andauernden Demonstrationen der „gelben Westen” an ihrem Kurs in der Energiepolitik festhalten. Die Ausschreitungen bei den Protesten am Samstag in Paris bezeichnete Regierungssprecher Benjamin Griveaux am Montag als „Kriegsszenen”. Man brauche einen neuen Ansatz, aber keinen Kurswechsel - es gehe um eine „globale Antwort”, so Griveaux nach der Kabinettssitzung mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Man müsse alle an einen Tisch bringen - und auch ein Ohr für die täglichen Sorgen der Bürger haben.

Verkehrsministerin Élisabeth Borne stellte am Montag außerdem einen lange verschobenen Gesetzentwurf für bessere und umweltfreundlichere Mobilität vor. Ziel ist es, allen Menschen Alternativen zum Auto zu bieten und mehr in den öffentlichen Nahverkehr zu investieren. Konkret will Frankreich zwischen 2018 und 2022 13,4 Milliarden Euro in das Transportwesen investieren - das seien 40 Prozent mehr als zwischen 2013 und 2017.

Die „gelben Westen” protestieren seit mehr als einer Woche. Sie errichten Straßenblockaden im ganzen Land. Am Wochenende war es auf der Pariser Prachtstraße Champs-Élysées zu Ausschreitungen gekommen. Die Politik von Präsident Macron zielt auf einen langfristigen ökologischen Wandel im Land ab. (dpa)

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