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Auch in Frankreich waren die Autobahnen zur Corona-Krise wie leergefegt. Das Transportgewerbe leidet an Auftragsrückgängen

©Delmarty/abaca/picture-alliance

Frankreichs Transportverbände fordern Kabotage-Stopp

Die Interessensvertreter wollen eine sechsmonatige Aussetzung der Kabotage, damit sich Frankreichs Transportwirtschaft von der Corona-Krise erholen kann.

Paris. Zu einem auf sechs Monate befristeten Stopp für den Transport von Kabotage-Lasten haben die beiden französischen Verbände FO Transport et Logistique und OTRE aufgerufen. Damit sollten solche Transportunternehmen unterstützt werden, denen die Corona-Krise finanziell stark zugesetzt habe. FO sieht „Tausende Transportunternehmen“ existenziell bedroht, seitdem die Ausgangsbeschränkungen aufgehoben worden seien.

Seit mehreren Wochen schon haben die Verbände die Regierung in Paris gedrängt, bei der EU in Brüssel zugunsten einer Schutzklausel zu einer zeitlich befristeten Suspendierung von Kabotage vorstellig zu werden. Dem Vorstoß von FO und OTRE hat sich auch die im französischen Transportsektor führende Gewerkschaft CFDT angeschlossen.

Verbände warnen vor „wütenden“ Reaktionen

Laut einer EU-Regelung dürfen ausländische Firmen auf französischem Boden binnen sieben Tagen maximal 3 solcher Kabotage-Fahrten durchführen. Im Auge hat die Kritik der Verbände als „missbräuchlich bis illegal“ bezeichnete  Kabotage-Praktiken von Unternehmen aus Osteuropa und auch aus Spanien, die dabei von ihren niedrigeren Lohnkosten profitierten und damit „unlauteren Wettbewerb“ betrieben. Wenn Brüssel und Paris nichts dagegen unternähmen, müsse man sich auf „wütende“ Reaktionen der „Basis“ im Straßengütertransport gefasst machen, „die sich selten unter Kontrolle halten lassen“, erklärte OTRE.  (jb)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LKW-LANDVERKEHR & STÜCKGUT.

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