Schienengüterverkehr

Laut Staatssekretär Jean-Baptiste Djebbari wurde bereits länger nicht mehr in den französischen Schienengüterverkehr investiert

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Frankreich will eine Milliarde in die Schiene stecken

Die französische Regierung sieht Nachholbedarf bei der Förderung des Schienengüterverkehrs. Mit einer ordentlichen Finanzspritze soll das nun geändert werden.

Paris. Der französische Staatssekretär für Verkehr und Transport Jean-Baptiste Djebbari hat zur Förderung der Bahnfracht eine Milliarde Euro angekündigt.

Der Sektor habe bereits seit mehreren Jahren keine Investitionen mehr erhalten, erklärte er bei einem Besuch des Verschiebebahnhofs in Woippy im Departement Moselle. Dort würden derzeit pro Tag nur 1000 Waggons umgeschlagen. Die dortige Kapazität sei aber auf die dreifache Menge ausgelegt. Ein Viertel davon werde derzeit nicht genutzt, erklärte der Minister.

Laut dem Chef des SNCF-Frachtbereichs für den Osten Frankreichs, Daniel Muller, seien dafür Verspätungen bei Investitionen verantwortlich.

Frachttarife bei Schienentransport sollen für Verlader attraktiver werden

Djebbari hob hervor, dass allein die Stahl- und Chemieindustrie des Landes auf die Bahn als Transportträger nicht verzichten könne. Um die Verladerseite dazu zu bringen, mehr die Schiene zu benutzen, will der Minister auch dafür sorgen, dass die Frachttarife für die verladenden Unternehmen wieder interessanter werden.

Es sei bedauerlich, dass in früheren Jahren die Steuern für den Straßentransport massiv gesenkt worden seien. So bestehe beispielsweise für die Strecke zwischen Perpignan im Südwesten und dem Pariser Grossmarkt Rungis zwischen Bahn und Straße eine Tarifdifferenz von 30 Prozent. (jb/sn)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special RAILCARGO & KV.

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Railcargo & KV, Frankreich – Transport & Logistik, Förderprogramme Transport und Logistik


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