Hafen Straßburg

Multi Modal Rail hat seinen Sitz am Straßburger Rheinhafen (Symbolfoto)

©Upper Rhine Ports

Frankreich: Multi Modal Rail etabliert sich

Das seit zwei Jahren bestehende Unternehmen Multi Modal Rail in Straßburg entwickelt sich positiv und konnte einen Jahresumsatz in Höhe von zehn Millionen Euro erzielen.

Straßburg. Die im Bereich der Rhein-Schifffahrt und im Schienentransport tätige Firma Multi Modal Rail (MMR) mit Sitz am Straßburger Rheinhafen hat im ersten Geschäftsjahr 38.000 Standardcontainer (TEU) bewegt. Der letzte Jahresumsatz erreichte laut Medienberichten zehn Millionen Euro. Die Muttergesellschaft gleichen Namens sitzt in Amersfoort in Holland. Derzeit betreibt MMR Terminals in Rotterdam, Antwerpen und Metz in Lothringen. Die im Flusstransport verwendeten firmeneigenen Frachtschiffe sind 135 Meter lang.

Zweimal wöchentlich rotieren Güterkomplettzüge zwischen  Straßburg und Rotterdam. Ein zweiter Bahnfracht-Standort wurde im November an einem Terminal im deutsch-schweizerischen Duss zwischen Weil-am-Rhein und Basel errichtet.  Auch von dort gehen seit Februar dieses Jahres pro Woche zwei Züge Richtung Rotterdam und zurück ab. Hierfür hat die Firma in Weil ein Büro eröffnet, das von Stefan Leijdeckers geleitet wird. In Planung ist eine dritte Schienenverbindung zwischen Metz und Antwerpen.

Lieferung über den letzten Kilometer

MMR bietet auch Lieferungen über den „letzten Kilometer“ sowie einen Express-Service an. Das von Benjamin Hottier geleitete Unternehmen ist seit zwei Jahren am Markt und kann sich auf die Erfahrungen und Kompetenzen seiner holländischen Mutter stützen. Die Züge fassen 101 EVP-Container und werden von Logistics International Services BV (LIS), Almere, beladen und entladen. Die Zugkraft besorgen die französischen Spezialisten VFLI und Captrain, zwei Töchter der Staatsbahn SNCF, von der die Letztere ihrerseits mehrere Töchter in Deutschland unterhält: die Teutoburger Wald-Eisenbahn, die Regiobahn Bitterfeld-Berlin und die Dortmunder Eisenbahn.

MMR überlegt momentan, mittels einer Namensänderung seine Intermodal-Dimension noch deutlicher hervorzuheben. Den weiteren Ausbau der von ihm geleiteten Firma will Hottier nicht überstürzen, sondern setzt dabei auf dieses Prinzip: „Entwicklung, danach Zeit zur Stabilisierung, und dann in diesem Sinne weiter“. (jb)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special BINNENSCHIFFFAHRT & MULTIMODALE TRANSPORTE.

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