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Die VoloDrone kann bis zu 200 Kilogramm transportieren

©Volocopter

Frachtdrohnen: Neue Möglichkeiten für die Logistik

Auf der Nationalen Luftfahrtkonferenz haben DB Schenker und Volocopter eine Schwerlastdrohen vorgestellt. Der Einsatz solcher Fluggeräte werde zunehmend greifbar, erklärte der Logistiker.

Essen/Bruchsal/Berlin. Gemeinsam mit dem Unternehmen Volocopter hat der Logistiker DB Schenker am Freitag, 18. Juni, auf der Nationalen Luftfahrtkonferenz am Flughafen Berlin-Brandenburg eine Schwerlastdrohne vorgestellt. Das Fluggerät wird autonom und elektrisch betrieben. Bei der in Berlin vorgestellten VoloDrone handelt es sich um ein Testfluggerät. Im kommerziellen Betrieb soll sie bis zu 40 Kilometer Distanz zurücklegen können. Der Durchmesser beträgt 9,15 Meter und die Höhe 2,15 Meter. Das eigene Gewicht der VoloDrone beträgt 600 Kilogramm mit einer Zuladung von bis zu 200 Kilogramm. Die Drohne kann senkrecht starten und landen. Der Erstflug fand 2019 statt.

„Wenn die Infrastruktur für herkömmliche Transportmittel überlastet oder nicht vorhanden ist, bieten Frachtdrohnen eine Chance, Logistikwege ganz neu zu denken. Die logistischen Anwendungsmöglichkeiten sind grenzenlos“, sagte Jochen Thewes, CEO von DB Schenker. Der Transport mit Drohnen werde „zunehmend greifbar“. DB Schenker ist seit 2020 an Volocopter als Investor beteiligt.

Logistische Anwendungsbereiche der Schwerlastdrohne sind perspektivisch insbesondere anderweitig schlechter oder nur langsamer erreichbare Orte, beispielsweise Inseln, Land-zu-Schiff-Lieferungen, Transport in die Berge oder vom Straßennetz abgeschnittene Orte nach Naturkatastrophen. Auch Innenstadtbelieferungen sind vorstellbar.

„Unsere VoloDrone wird dort zum Einsatz kommen, wo klassische Transportmöglichkeiten ans Limit stoßen – ob in der Logistik, dem Bauwesen oder der Landwirtschaft“, erklärte Florian Reuter, CEO von Volocopter. (tb)

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