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Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) verspricht schnelle Hilfe beim Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur in den Hochwassergebieten

©picture alliance / dpa / dpa-Zentralbild / Britta Pedersen

Flut-Katastrophe: Scheuer plant Task-Force

Die Schäden an der Infrastruktur in den Hochwassergebieten vor allem in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind enorm. Der Bundesverkehrsminister verspricht jetzt zügiges Handeln.

Berlin. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) plant eine „Task Force“, um den schnellen Wiederaufbau der Infrastruktur in den verwüsteten Hochwassergebieten zu ermöglichen. Die BILD berichtete zuerst darüber.

Das Bundesverkehrsministerium will demnach den Wiederaufbau der Infrastruktur gemeinsam mit der Deutschen Bahn, der Autobahngesellschaft und den Mobilfunk-Netzbetreibern Telekom, Vodafone und O2 zentral koordinieren. Auch Behelfsbrücken sollen eingesetzt werden.

Aktuell ist die Situation am Fluss Ahr verheerend: Von 35 Brücken wurden laut BILD 20 Brücken zerstört. Scheuer will nach BILD-Informationen am heutigen Montag gemeinsam mit der Deutschen Bahn und der Autobahn Gesellschaft die Verteilung der PS Brücken (provisorische Behelfsbrücken) organisieren.

„Brücken, Gleise, Straßen und Mobilfunkmasten müssen schnellstens wieder aufgebaut werden“, sagte der Minister. An Geld solle es nicht scheitern. „Ich habe unsere Krisenstäbe beauftragt schnell ein Lagebild zu erstellen und zu schauen, wo wir als erstes ran müssen und es freie Baukapazitäten gibt“, so Scheuer.

Massive Auswirkungen auf die Schiene  

Der Zugverkehr in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ist derzeit massiv beeinträchtigt. Zahlreiche Strecken sind komplett gesperrt oder nur eingeschränkt befahrbar. Nach einer ersten Bestandsaufnahme meldet die Deutsche Bahn 80 beschädigte Bahnhöfe in den beiden Bundesländern sowie Gleisschäden auf 600 Kilometern. Die Schadensermittlung läuft noch.

Alle aktuellen Einschränkungen sind auf der Website der Netzleitzentrale aufgeführt.

Auch in den BeNeLux-Ländern sind noch viele Schienengüterverkehrsstrecken unterbrochen. Eine Übersicht zu den dortigen Einschränkungen gibt es hier.

BGL ruft zu Spenden auf

Der deutsche Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) teilte am Freitag mit, gemeinsam mit seinen Landesverbänden und Mitgliedsorganisationen den Betroffenen in den Hochwassergebieten helfen zu wollen. Geplant sind etwa Lkw-Hilfstransporte in die Krisenregionen. Dafür ruft der Verband zu Spenden auf folgendes Konto auf:

Trucker in Not e.V.

IBAN: DE 28 1007 0024 0048 4261 00

BIC: DEUTDEDBBER

Verwendungszweck: Hochwasserhilfe 2021

Neben der vorrangigen Hilfe für besonders Betroffene soll der Fokus laut Verband auch auf Transport- und Logistikunternehmen, deren Mitarbeiter und ihren Familien liegen. Auf Wunsch erhalten Spender eine Spendenbescheinigung. (sn)

 

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special LOGISTIKREGION NORDRHEIN-WESTFALEN.

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