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Alexander Doll

Finanzvorstand Alexander Doll soll die Deutsche Bahn laut Medienberichten verlassen

©Pablo Castagnola/DB AG/dpa/picture-alliance

Finanzvorstand Doll verlässt Deutsche Bahn

Medienbericht: Der Manager hat nach nur eineinhalb Jahren im Amt, in denen er auch für die verlustreiche Tochter DB Cargo verantwortlich gewesen ist, einen Auflösungsvertrag unterschrieben.

Berlin. Nach nur eineinhalb Jahren im Amt steht der Finanzvorstand der Deutschen Bahn, Alexander Doll, vor dem Abgang. Der Manager hat am Freitag nach „dpa“-Informationen den Auflösungsvertrag unterschrieben. Der Aufsichtsrat müsse dem Schritt in einer Sondersitzung am Montag noch zustimmen, hieß es. Dem Vernehmen nach würde die Abfindung auf einen siebenstelligen Betrag hinauslaufen. Wer den Posten übernimmt, war am Freitag zunächst unklar. Die Deutsche Bahn verwies auf die Aufsichtsratssitzung und kommentierte die Information zunächst nicht.

Doll war seit 2018 neben den Finanzen auch für die verlustreiche DB-Tochter Cargo verantwortlich. Diesen Posten wird ab Januar die bisherige Chefin der Berliner Verkehrsbetriebe, Sigrid Nikutta, übernehmen. Für einen Abgang von Doll hatte sich wegen Problemen beim Arriva-Verkauf auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hinter den Kulissen stark gemacht, wie die „dpa“ erfuhr. Zudem hieß es, Doll habe außerdem das Vertrauen des Bahn-Aufsichtsratschefs sowie einer großen Mehrheit seiner Vorstandskollegen verloren.

Doll war erst im April vergangenen Jahres in den Vorstand berufen worden und sollte dort den Verkauf der britischen Bahn-Tochter Arriva vorantreiben - hatte damit aber keinen Erfolg. Das Vorhaben wurde bei der Aufsichtsratssitzung in der vergangenen Woche vorerst gestoppt. Einen Käufer gibt es nach wie vor nicht. (dpa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special DEUTSCHE BAHN.

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