HDW-Werft in Kiel (Foto: Arndt)©Arndt

Finanzmarktkrise: Emissionshaus Gebab widerspricht Marktgerüchten

Vier Containerfrachter auf Werften in Kiel und Emden mit Baustopp belegt – Gebab: „Das sind nicht unsere Schiffe“

Meerbusch. Bei den auf den Thyssen-Krupp-Werften in Kiel und Emden mit einem „sofortigen“ Baustopp belegten vier Containerschiffen handelt es sich nicht um Frachter des Schiffsemissionshauses Gebab. Das stellte Dirk Schildwächter, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens, in einer Eilmeldung klar. Man sei auch nicht „indirekt“ an den jeweils 3400 TEU tragenden Containerfrachtern beteiligt, ergänzte Schildwächter und reagierte damit auf Marktgerüchte der vergangenen Tage. Schildwächter weiter: „Es bestehen keine weiteren Neubauverträge mit deutschen Werften.“ 2006 habe man letztmalig einen Auftrag in Deutschland platziert. Mitte Dezember 2008 lief für Gebab der 3400 TEU tragende Containerfrachter „Quadriga“ bei den Emder Nordseewerken (Teil des Thyssen-Krupp-Konzerns) vom Stapel. Im Mai diesen Jahres erwarte das Emissionshaus einen in Rumänien gebauten Produktentanker. „Er ist finanziert und beschäftigt“, so Schildwächter. Zu dem 1985 gegründeten Unternehmen gehörten Ende 2008 exakt 92 Schiffe. Zu dem Zeitpunkt waren gut 40 Prozent der eigenen Flotte entschuldet. Die Finanzierungen für alle anderen Schiffe ruhten auf einem soliden Fundament. Der Baustopp für die vier Containerfrachter in Kiel und Emden stellt nach Einschätzung von Marktkennern einen Auftragsverlust von rund 200 Millionen Euro dar. Die Frachter waren Teil eines sogar sechs Schiffe umfassenden Paketes. Der Auftraggeber konnte für die Frachter keine Finanzierung bekommen. Bis Ende 2008 waren nach Erkenntnissen der Gewerkschaft IG Metall allein auf deutschen Werften 29 Frachter storniert worden. Bis Ende des laufenden Jahres rechnen Schifffahrtsexperten weltweit mit rund 900 beschäftigungslosen Containerschiffen, darunter auch solchen, die erst in diesem Jahr in Fahrt kommen. (eha)

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