Mehrwegbehälter Logistik

Mit den Mehrwegbehältern werden Trans-o-flex zufolge bei Expert künftig rund 700.000 Pakete jährlich nicht mehr im Einwegkarton versendet

©Trans-o-flex

Expert und Trans-o-flex entwickeln Mehrweglösung für den Versand

Laut den Unternehmen ergeben sich mehrere Vorteile aus der Umstellung, wie zum Beispiel geringere Kosten, ein besserer Umweltschutz und schnellere Wareneingänge bei Fachhändlern.

Weinheim/Langenhagen. Die Elektronikfachhandelsgruppe Expert schafft Versandkartons ab und setzt ab sofort auf eine Mehrweg-Versandlösung, die gemeinsam mit dem Expressdienst Trans-o-flex entwickelt wurde. Expert möchte damit in seinem Zentrallager in Langenhagen keine Waren mehr in Einwegkartons verpacken, sondern für den Versand an die bundesweit 410 Fachmärkte und Fachgeschäfte ausschließlich Mehrwegbehälter nutzen. Laut Unternehmen erfolgt die Umstellung im Rahmen seiner Logistik-Nachhaltigkeitsstrategie sowie Einsparungen beim Warentransport und schnellerer Wareneingänge bei den Fachhändlern.

Durch den Wechsel zu Mehrwegbehältern werden Trans-o-flex zufolge künftig bei Expert rund 700.000 Pakete jährlich nicht mehr im Einwegkarton versendet. Kartonage soll für den Transport nur noch benutzt werden, wenn es sich um versandfähige Originalkartons wie bei Fernsehern oder Kaffeevollautomaten handelt, die auf diese Weise nicht neu verpackt werden müssen.

Derzeit läuft die Auslieferung der benötigten Mehrwegbehälter. Bis zum Jahresende soll die Einführungsphase abgeschlossen sein. Ab Januar 2020 soll der Versand im Mehrwegbehälter als Regelbetrieb an alle Expert-Fachmärkte und -Fachgeschäfte laufen. Im Zuge der Umstellung gibt Trans-o-flex an, den Transport von jährlich rund 250.000 Paketen übernommen zu haben, die Expert bisher über einen anderen Dienstleister versandt hat.

Einfachere Warenannahme spart Expert jährlich knapp 3000 Manntage

Beim Umstieg auf die Mehrwegbehälter war laut Trans-o-flex für Expert neben der Umweltfreundlichkeit der neuen Lösung vor allem die gestiegene Qualität der Lieferung ausschlaggebend. Denn im Vergleich zum Versand in Kartons konnte Expert während der Testphase nachweisen, dass die Zahl der Warenbeschädigungen um 74,2 Prozent gesunken ist, bezogen auf die im Einsatz befindlichen Mehrwegbehälter. Im gesamten Analysezeitraum gab es lediglich 14 Warenbeschädigungen in den Mehrwegbehältern. Expert hat ferner ermittelt, dass jede Filiale durch die Umstellung auf die Mehrwegbehälter Arbeitszeit spart. Grund dafür sei, dass die Annahme, die Aufbereitung für den Verkauf sowie die Entsorgung anfallender Kartonage schneller geht oder ganz entfällt. Pro Jahr würde Expert damit – ausgehend von einem Acht-Stunden-Tag – knapp 3000 Arbeitstage sparen.

Trans-o-flex will Mehrwegbehälter exklusiv vermarkten

„Trans-o-flex wird die Mehrweglösung in den nächsten Jahren exklusiv anbieten“, erläutert Unternehmenschef Wolfgang P. Albeck. „Wir glauben, dass wir damit auch bei weiteren Unternehmen punkten können.“ Expert nutzt zwei verschiedene Größen an Mehrwegbehältern. Die stoßfesten Boxen sind mehrfach gesichert und können für den Rücktransport platzsparend zusammengeklappt werden. Sie wurden von der Schoeller-Gruppe, einem der Gesellschafter von Trans-o-flex, speziell für die Bedürfnisse beim Transport sensibler und hochwertiger Artikel entwickelt. Albeck: „Je nach Bedarf der Versender sind auch weitere Behältergrößen möglich.“ (ja)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special GRÜNE LOGISTIK & UMWELTSCHUTZ.

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Grüne Logistik & Umweltschutz, Trans-o-flex


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