Lang-LKW
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Der Lang-Lkw soll künftig im Regelbetrieb fahren: Diese Einschätzung vertritt die Mehrheit der Transportdienstleister und Verlader

©VR/Michael Cordes

EXKLUSIV-UMFRAGE: MEHRHEIT PLäDIERT FüR DEN LANG-LKW

Eine klare Mehrheit der von der VerkehrsRundschau befragten Dienstleister und Verlader spricht sich für den Lang-Lkw aus. Allerdings wollen nur wenige Unternehmen in den Lang-Lkw investieren.

München. Das Transport- und Logistikgewerbe spricht sich für den Lang-Lkw aus. Das geht aus einer Exklusivumfrage der VerkehrsRundschau aus, die von der Unternehmensberatung BearingPoint unterstützt wird und das Marktforschungsinstitut Kleffmann durchgeführt hat.

Die Mehrheit der Befragten unter den Logistikdienstleistern und Verladern plädiert dafür, den Feldversuch Lang-Lkw in einen Regelbetrieb zu überführen. Allerdings fällt die Zustimmung nicht uneingeschränkt positiv aus: Bei den Logistikdienstleistern befürworten 72,4 Prozent den Regelbetrieb, immerhin 16,0 Prozent sprechen sich dagegen aus.

77 Prozent der Verlader wollen den Regelbetrieb

Bei den Verladern fällt das Ergebnis eindeutiger aus: 77,0 Prozent plädieren für den Regelbetrieb und 13,2 Prozent legen ein Veto ein. Die größere Zurückhaltung bei den Dienstleistern lässt sich womöglich damit erklären, dass sie befürchten, in eine neue Technik investieren zu müssen, ohne zu wissen, ob dieser Mehraufwand auch von den Verladern honoriert wird.

Jeder zweite Transportdienstleister hat keine geeigneten Transporte für den Lang-Lkw

Die Unternehmen sind auch befragt worden, ob sie in den Lang-Lkw investieren werden. Jeder zweite Transportdienstleister (49,3 Prozent) gibt an, dass er keine Transporte hat, die für den Einsatz von Lang-Lkw geeignet sind. 11,6 Prozent antworten mit "nein", weil die begrenzte Einsatzfähigkeit der Fahrzeuge die Flexibilität einschränkt. Weiteren 10,1 Prozent ist der Aufwand für das technische Equipment zu hoch. 7,3 Prozent wollen dann investieren, wenn Lang-Lkw auf allen Autobahnen und Bundesstraßen zugelassen sind. Und weitere 7,3 Prozent antworten mit "Ja", wollen aber vorher die weitere politische Entwicklung beobachten. 2,9 Prozent haben bereits in einen Lang-Lkw investiert oder wollen dies noch tun.

Verlader zeigen sich zum konkreten Einsatz des Lang-Lkw ebenfalls zurückhaltend

Auch bei den Auftraggebern lässt sich keine Euphorie für den Lang-Lkw feststellen. Auf die Frage: "Werden Sie den Einsatz von Lang-Lkw prüfen/in Ausschreibungen einbeziehen?", antworten die meisten (44,3 Prozent): Nein, wir haben keine Transporte, für den sich der Einsatz von Lang-Lkw eignet. Immerhin beantworten 23,0 Prozent der Verlader diese Frage mit "Ja": 16,4 Prozent allerdings mit der Einschränkung, dass sie die weitere politische Entwicklung noch erst beobachten wollen. Und die anderen 6,6 Prozent verbinden dieses "Ja" mit der Bedingung, dass der Lang-Lkw auf allen Autobahnen und Bundesstraßen zugelassen wird.

Mehr zu der Befragung mit ausführlichen Ergebnissen finden sich in der aktuellen Ausgabe der VerkehrsRundschau Nummer 48 vom 2. Dezember oder für Abonnenten der VerkehrsRundschau im E-Paper. (cd)

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