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Europäischer Transportmarkt bleibt im Handelsstreit stabil

Seit Juni 2018 erheben die USA Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus der EU

©Christian Ohde / picture alliance

Europäischer Transportmarkt bleibt im Handelsstreit stabil

Trotz US-amerikanischer Strafzölle sind laut der Transportplattform TimoCom die europäischen Transportunternehmen weiterhin ausgelastet.

Erkrath. Der Handelskonflikt mit den USA zeigt bislang keine Auswirkung auf die Auslastung der Transportunternehmen in Europa. Das meldet die Transportplattform TimoCom. Obwohl die EU-Kommission ihre Wachstumsschätzung auf 2,1 Prozent (Mai-Prognose 2,3 Prozent) gesenkt hat, bleibt die Nachfrage nach Laderaum auch einen Monat nach der Einführung der US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus der EU weiterhin auf hohem Niveau.

„Die große Panik ist nicht zu beobachten, der Markt zeigt sich unbeeindruckt“, kommentierte jetzt Gunnar Gburek, Company Spokesman von TimoCom, die aktuellen Zahlen für das zweite Quartal 2018. Demnach sorgt die anhaltend gute Wirtschaftslage der Unternehmen in Deutschland und in der Eurozone nach wie vor für einen Überhang an Frachtangeboten auf dem Transportmarkt.

Konstant hohe Nachfrage

Im Durchschnitt standen im Zeitraum von April bis Juni dieses Jahres 76 Frachtangebote von Nutzern der Transportplattform TimoCom 24 Laderaumangeboten gegenüber. Dies entspricht dem Bild, das im ersten Quartal 2018 bereits auf eine überaus hohe Nachfrage nach Laderaum hinwies. „Die Kurve wird immer flacher und entwickelt sich zu einer geraden Linie“, beschrieb Gburek am Dienstag die konstante Entwicklung.

Bereits im Vorjahreszeitraum bewegte sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage mit 70:30 auf einem vergleichsweise ähnlichen Niveau. Vor zwei Jahren sah das noch anders aus: 2016 präsentierte sich das Verhältnis von Frachtangeboten zu freiem Laderaum im zweiten Quartal mit 52:48 Prozent nahezu ausgeglichen.

Transportkapazitäten bleiben knapp

„Die vorhandenen Transportkapazitäten sind und bleiben knapp“, so Gburek. Dieser Situation ließe sich ad hoc nur damit begegnen, Leerfahrten zu vermeiden und vorhandene Ressourcen bestmöglich auszunutzen. „Insbesondere in Zeiten des Mangels müssen Stand- und Wartezeiten an den Rampen von Industrie und Handel weiter optimiert werden.“

Auch wenn die EU-Kommission ein Abwärtsrisiko in der weiteren Eskalation protektionistischer Maßnahmen durch die US-Regierung sieht, werde der Transportmarkt in der EU in den kommenden Monaten von einem Nachfrageüberhang gekennzeichnet bleiben, prognostizierte der TimoCom-Spokesman.

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special STAHLLOGISTIK & METALLHANDEL.

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