Abgase

Für leichte Nutzfahrzeuge ist bis 2030 eine CO2-Senkung um 31 Prozent vorgesehen

©fotohansel/Fotolia

EU-Staaten billigen endgültig strengere CO2-Ziele für Fahrzeuge

Jetzt ist es amtlich: Für leichte Nutzfahrzeuge ist eine CO2-Senkung um 31 Prozent bis 2030 vorgesehen. Als Zwischenetappe muss bis 2025 in beiden Fahrzeugklassen eine Minderung um 15 Prozent erreicht sein.

Luxemburg. Die neuen europäischen Grenzwerte für den CO2-Ausstoß von Fahrzeugen sind endgültig beschlossene Sache. Bis 2030 muss der Kohlendioxid-Ausstoß von Neuwagen um 37,5 Prozent im Vergleich zu 2021 reduziert werden. Vertreter der EU-Mitgliedstaaten stimmten am Montag bei einem Ministertreffen in Luxemburg abschließend für die strengeren Vorgaben. 

Für leichte Nutzfahrzeuge ist eine CO2-Senkung um 31 Prozent vorgesehen. Als Zwischenetappe muss bis 2025 in beiden Fahrzeugklassen eine Minderung um 15 Prozent erreicht sein. Das Europaparlament hatte bereits Ende März zugestimmt.

Schärfere Vorgaben als gewünscht

Die Vorgaben sind deutlich schärfer, als die Autoindustrie und die Bundesregierung dies ursprünglich wollten. Die EU-Staaten hatten Anfang Oktober für eine Senkung des CO2-Werts bei neuen Autos und leichten Nutzfahrzeugen um durchschnittlich 35 Prozent plädiert. Deutschland hatte zuvor sogar nur 30 Prozent Minderung gewollt.

Die Regeln sollen helfen, die EU-Klimaschutzziele insgesamt zu erreichen und die CO2-Emissionen aus dem Straßenverkehr zu drücken. Zu erreichen sind die neuen Zielwerte nur, wenn Autohersteller neben Dieseln und Benzinern immer mehr Fahrzeuge ohne Ausstoß schädlicher Klimagase verkaufen, also zum Beispiel Elektroautos. 

Die derzeit gültigen Vorgaben sehen vor, dass Neuwagen in der EU 2021 im Flottendurchschnitt nicht mehr als 95 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen sollen. Doch von diesem aktuellen Etappenziel sind viele Hersteller noch weit entfernt: Der europäische Durchschnitt lag zuletzt bei 118,5 Gramm. Insgesamt stammt rund ein Viertel aller Klimagase der EU aus dem Verkehr. Autos und Lastwagen haben daran den größten Anteil. (dpa/sno)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special CO2 UND LUFTSCHADSTOFFE IN TRANSPORT & LOGISTIK.

1000px 588px

CO2 und Luftschadstoffe in Transport & Logistik, Verkehrspolitik Europa & Übersee


WEITERLESEN: