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EU schafft gemeinsamen Luftraum mit Georgien

Der Luftfrachtverkehr zwischen der EU und Georgien gewinnt zunehmend an Bedeutung

Brüssel. Die Europäischen Union und Georgien haben ein Luftverkehrsabkommen unterzeichnet, das die Schaffung eines gemeinsamen Luftraums zwischen den Vertragspartnern innerhalb der nächsten zwei Jahre vorsieht. Bisher geltende Beschränkungen sollen wegfallen und in Georgien die gleichen Rechtsvorschriften im Luftverkehr gelten wie in der EU. So sollen zum Beispiel Flüge von und zu allen Flugplätzen in der EU erlaubt und die Zahl der Flüge nicht mehr begrenzt werden. Das Abkommen gilt sowohl für Personen- als auch Frachtflüge. Beide haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Der Luftgüterverkehr zwischen der EU und Georgien stieg dabei laut Eurostat-Angaben von 2524 Tonnen in 2004 auf 6424 Tonnen in 2008. Zwischen Deutschland und der ehemaligen Sowjetrepublik explodierte er geradezu von 204 auf 2581 Tonnen im gleichen Zeitraum. Das jetzt beschlossene Abkommen muss noch von beiden Seiten ratifiziert werden. Es ist Teil der EU-Strategie, bilaterale Luftfahrtabkommen zwischen EU-Mitgliedsstaaten und im Umfeld der EU liegenden Ländern in Gemeinschaftsabkommen umzuwandeln. Ähnliche Abkommen wurden bereits mit Marokko und den Ländern des westlichen Balkans geschlossen. Mit der Ukraine, Jordanien, Israel, Libanon, Tunesien und Algerien verhandelt die EU zurzeit. (kw)

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