begaste Container

Eine Empfehlung ist, Container erst dann zu öffnen, wenn ihre Sicherheit nachgewiesen wurde

©Hans-Peter Fröhlich/BGHW

EU-OSHA stellt Bericht über begaste Container vor

Der Bericht der Agentur für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zeigt die Risiken in Seehäfen auf und gibt Empfehlungen für den Umgang mit begasten Containern.

Hamburg. Vor allem im Überseeverkehr werden Frachtcontainer häufig mit Chemikalien zur Schädlingsbekämpfung begast. Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit EU-OSHA hat nun einen Bericht über Gesundheitsgefahren und Präventionspraktiken beim Umgang mit begasten Containern veröffentlicht. In diesem Bericht werden die möglichen Sicherheits- und Gesundheitsrisiken unter die Lupe genommen, die besonders in Seehäfen auftreten.

Die Autoren haben dazu internationale Vorschriften, Berichte und andere Veröffentlichungen ausgewertet, die Arbeitsschutzrisiken identifiziert und praktische Beispiele für Präventionsmaßnahmen und Strategien beschrieben. Sie kommen zu dem Schluss, dass es sowohl bei den Kenntnissen als auch bei den Präventionspraktiken große Lücken gibt. Das Problem werde häufig auch deshalb unterschätzt, weil negative gesundheitliche Auswirkungen kaum erfasst würden und begaste Container nur selten korrekt gekennzeichnet seien.

Aus diesem Grund empfehlen die Autoren folgende Maßnahmen:

  • Bestehende Kennzeichnungsvorschriften durchsetzen.
  • Container erst dann öffnen, wenn ihre Sicherheit nachgewiesen ist beziehungsweise wenn sie belüftet wurden.
  • Standardisiertes Überwachungsverfahren für die in europäischen Häfen ankommenden Container entwickeln. (gg/gh)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special SEEFRACHT & HÄFEN.

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Seefracht & Häfen, Umweltrecht & Gefahrgut

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