Briefkästen
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Die Deutsche Post experimentiert seit Juli damit, einigen Kunden Briefe nicht mehr jeden Werktag zuzustellen

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ERNEUT KRITIK AM PILOTVERSUCH VON DEUTSCHE POST

Über die testweise Briefzustellung an lediglich ausgewählten Tagen regen sich die rheinland-pfälzische Landesregierung und Vertretern der Opposition auf.

Mainz. Die rheinland-pfälzische Landesregierung sowie Vertreter der Opposition haben die Deutsche Post für ihren Pilotversuch bei der Briefzustellung kritisiert. Er gehe in die falsche Richtung, sagte der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, Andy Becht (FDP), am Mittwoch im Wirtschafts- und Verkehrsausschuss des Landtags in Mainz. Die Post müsse sich keinem bedeutenden Wettbewerber stellen und solle ihre Kunden lieber mit zusätzlichen Angeboten umwerben.

Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Fuhr sagte, ländliche Regionen könnten leiden, wenn die Post seltener zustelle. Der CDU-Abgeordnete Josef Dötsch mahnte, man dürfe „nicht von vorneherein sämtliche Denkverbote ausstellen“. Er betonte aber auch die rechtliche Verpflichtung des Unternehmens. Die Deutsche Post habe den öffentlichen Auftrag, an sechs Tagen in der Woche Sendungen zuzustellen.

Bei dem Testlauf der Post können nach Angaben des Unternehmens ausgewählte Kunden wählen, ob sie Briefe als Sammelzustellung an einem Wochentag, an drei Wochentagen oder an fünf Tagen, dann aber an den Arbeitsplatz, geliefert bekommen wollen. So sollten neue Zustelloptionen getestet werden, um Kundenbedürfnisse zu erforschen. (dpa/ag)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special POST- & BRIEFMARKT.

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Post- & Briefmarkt, Verkehrspolitik Deutschland, Deutsche Post DHL



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