Emissionshandel: Lufthansa droht mit Standortwechsel

Lufthansa-Chef Mayrhuber spricht sich gegen EU-Alleingang bei Emissionshandel aus: Verlagerung der Flugzeugflotte in die Schweiz als Alternative

Frankfurt/Main. Lufthansa-Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber hat sich gegen einen europäischen Alleingang bei der Einbeziehung des Flugverkehrs in den Emissionshandel ausgesprochen. Zur Schadstoffreduzierung sei der Handel mit Verschmutzungsrechten nach der Ausschöpfung aller anderer schnell wirkender Wege zwar „Ultima Ratio“, aber eine EU-Regelung würde die Wettbewerbsbedingungen der betroffenen Fluggesellschaften verschlechtern, sagte Mayrhuber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Käme es dazu, dann müssten wir verstärkt über Standortalternativen nachdenken. Für die Lufthansa könnte es dann beispielsweise interessanter sein, mehr von Zürich aus zu fliegen.“ Der Flugverkehr trage nur wenig zur Schadstoffbelastung bei, sagte Mayrhuber: „Wenn wir heute in ganz Europa den Luftverkehr stilllegen würden, dann, sagen uns die Experten, macht das 0,5 Prozent der Emissionen in der Welt aus.“ Der gesamte weltweite Luftverkehr habe an den Emissionen einen Anteil von höchstens drei Prozent. (dpa)

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