E-Commerce, Onlinehandel

Der Onlinehandel läuft derzeit nur in einigen wenigen Warengruppen rund

©William_Potter/Getty Images/iStock

E-Commerce-Umsätze brechen ein

Die Corona-Pandemie hat massive Auswirkungen auf den Onlinehandel - und zwar negative. Der Umsatzrückgang im März betrug fast 20 Prozent.

Berlin. Um 18,1 Prozent ist der E-Commerce im März 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingebrochen, meldet der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh). Einzig die Kategorien, die auch im Einzelhandel stark nachgefragt wurden, konnten demnach zum Teil deutliche Zuwächse verzeichnen, darunter Lebensmittel (plus 56 Prozent) und Medikamente (88 Prozent).

Insgesamt kauften die Verbraucher im Onlinehandel zwischen Januar und März 2020 Waren im Wert von 16,482 Milliarden Euro ein, das entspricht einem mageren Plus von 1,5 Prozent (Q1/2019: 11,2 Prozent). Die Auswirkungen der Pandemie im März haben die Zuwächse im Januar und Februar also fast komplett aufgefressen.

„Die Behauptung, der E-Commerce würde pauschal als 'Gewinner' aus der Corona-Pandemie hervorgehen, ist schlicht falsch“, so bevh-Präsident Gero Furchheim. E-Commerce sei heute ein normaler Einkaufskanal. „Deshalb wirkt sich solch eine Krise in der Konsumstimmung voll auf unsere Branche aus“, so Furchheim.

Viele Warengruppen rückläufig

Dieser Trend lässt sich auch an den Zahlen für März ablesen. Unterhaltungselektronik zeigte laut bevh ein Minus von 20,9 Prozent, Computer und Zubehör verzeichnete trotz der Ausgaben für Homeoffice-Lösungen einen Rückgang um 22,7 Prozent. Das Bekleidungssegment stürzte sogar um mehr als 35 Prozent ab.

Dramatische Verluste erlitten die Dienstleistungen im E-Commerce, die insbesondere von Onlinebuchungen für Reisen, Veranstaltungen oder Flug- bzw. Bus- und Bahn-Tickets geprägt sind. Sie gaben im März allein um mehr als 75 Prozent im Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum nach. (mh)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special HANDELSLOGISTIK & E-COMMERCE.

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