Brenner-Basistunnel

Im Brenner Basistunnel sollen in Zukunft über 220 Warenzüge pro Tag verkehren

©Karl-Josef Hildenbrand/dpa/picture-alliance

Durchbruch im Brenner Basistunnel - es fehlen nur noch 100 Kilometer

Der Bau des weltweit längsten Eisenbahntunnels schreitet voran. Politische Entscheidungen in Deutschland könnten das Projekt aber ausbremsen.

Innsbruck. Der Bau des Brennerbasistunnels zwischen Österreich und Italien hat mit dem Durchbruch eines wichtigen Abschnitts einen deutlichen Fortschritt gemacht. Nach 16,7 Kilometer langem Vortrieb mittels Tunnelbohrmaschine sei am Montag die Verbindung zwischen den beiden Baulosen Tulfes-Pfons und Pfons-Brenner hergestellt worden, wie die Betreibergesellschaft BTT mitteilte. Es handelt sich um das größte Baulos auf österreichischer Seite. Der Abschnitt sei zugleich eines der komplexesten Baulose des Projekts, bei dem zu Spitzenzeiten acht Tunnelabschnitte gleichzeitig ausgebrochen worden seien. Bis zu 500 Personen aus acht Nationen waren den Angaben zufolge beschäftigt.

Es seien nun 128,5 Kilometer von insgesamt 230 Kilometern Tunnel - inklusive aller Versorgungstunnel - ausgebrochen, hieß es. Mit dem Bahnprojekt soll der transalpine Güterverkehr zu einem guten Teil von der Straße auf die Schiene verlagert werden. Inklusive der bereits bestehenden Umfahrung von Innsbruck wird der Tunnel 64 Kilometer lang werden.

Bisher ist die Fertigstellung für das Jahr 2028 geplant. Allerdings blicken die Planer auch nach Deutschland. Denn hier befindet sich der geplante Nordzulauf der Trasse. Aktuell läuft das Raumordnungsverfahren, im Rahmen dessen die Regierung von Oberbayern fünf mögliche Streckenverläufe vorschlägt. Alle Bürger und Kommunen können bis Ende Juli eine Stellungnahme dazu abgeben. Mehreren Medienberichten zufolge deutet sich an, dass die Stadt Rosenheim wohl alle fünf Vorschläge ablehnen wird. (dpa/ff)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special RAILCARGO & KV.

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