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Blick auf den Duisburger Hafen

Verzeichnete im Coronajahr ein deutliches Plus beim Containerumschlag: der Duisburger Hafen

©Hans Blossey/duisport

Duisport verzeichnet Containerumschlag auf Rekordniveau

Die Duisport-Gruppe konnte im Coronajahr 2020 Kurs halten und bei stabilem Umsatz sogar ein verbessertes Ergebnis präsentieren. Der Containerumschlag legte um fünf Prozent zu.

Duisburg. Der weltgrößte Binnenhafen der Welt ist gut durch das Coronajahr 2020 gekommen. Wie die Duisport-Gruppe am Donnerstag mitteilte, habe man einen Umsatz in Höhe von 292 Millionen Euro erzielt und damit knapp das Vorjahresniveau erreicht (2019: 292,6 Millionen Euro). Das operative Ergebnis (EBITDA) verbesserte sich um 1,1 Prozent auf 44,3 Millionen Euro. Nach Steuern verdiente die Duisport-Gruppe 2020 14,2 Millionen Euro, ein Plus von 6,9 Prozent.

Containerumschlag auf Rekordniveau

Den Jahreszahlen zufolge verzeichnete der Containerumschlag am Duisport ein Plus von fünf Prozent auf 4,2 Millionen TEU. Trotz der Einschränkungen durch die Pandemie hätten in einzelnen Geschäftsbereichen deutliche Zuwächse erzielt werden können, betont Duisport. Beim Gesamtgüterumschlag wurden allerdings minimale Einbußen ausgewiesen. Im Vergleich zum Vorjahr ist hier ein Rückgang von drei Prozent auf insgesamt 59 Millionen Tonnen zu verzeichnen.

„Flexibilität, Tempo und vor allem individuelle Lösungsansätze waren und sind bis heute fundamentale Attribute des Duisburger Hafens, davon hat vor allem unser Partner- und Kundennetzwerk profitiert. Wir müssen immer voraus denken und profitieren vor allem in Krisenzeiten von einer gleichbleibenden Geschäftstüchtigkeit. Und das spiegelt sich jetzt in unserer Bilanz 2020 wider“, so der Vorstandsvorsitzende der Duisburger Hafen AG, Erich Staake. „Auch im ersten Quartal 2021 verzeichnen wir mit einem Plus von sieben Prozent eine äußerst positive Entwicklung im Containerumschlag. Insofern ist es unerlässlich und zielgerichtet die Umschlagkapazitäten im Duisburger Hafen für weiteren Zuwachs auszubauen“, so Staake weiter.

Verpackungslogistik am stärksten von der Krise betroffen

Die einzelnen Geschäftsfelder entwickelten sich allerdings sehr unterschiedlich. So war das Geschäftssegment Verpackungslogistik am stärksten von der Corona-Krise betroffen. Die Umsätze gingen hier um 14,9 Prozent auf 86,8 Millionen Euro zurück. Durch den spürbaren Einbruch bei den Industrieexporten war hier ein deutlicher Auftragsrückgang zu kompensieren, heißt es seitens des Unternehmens.

Die Kontraktlogistik habe hingegen ein beachtliches Umsatzwachstum von 13,8 Prozent auf 33,8 Millionen Euro erzielt. Auch das Geschäftssegment der Logistischen Dienstleistungen konnte der Meldung zufolge ein deutliches Plus von 13 Prozent auf 85,8 Millionen Euro verbuchen. Neue Transportprodukte der duisport agency (dpa) hätten diesen Erfolg ermöglicht.

Chinaverkehr plus 70 Prozent

Massives Wachstum vermeldet die Duisport-Gruppe für den Warenverkehr mit China auf der Schiene, der im vergangenen Geschäftsjahr um rund 70 Prozent zugelegt habe. Noch in 2019 verkehrten demnach wöchentlich zwischen Duisburg und China im Durchschnitt 35 bis 40 Züge. Ab dem zweiten Quartal 2020 seien es schon bis zu 60 Züge in der Woche gewesen. Insgesamt hätten 2020 mehr als 10.000 Züge auf diesen Relationen verkehrt und  mehr als eine Million Container in 21 Länder und 92 Städte Europas transportiert. (mh)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special BINNENSCHIFFFAHRT & MULTIMODALE TRANSPORTE.

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