Mathias Krage

DSLV-Präsident Mathias Krage hofft, dass sich der Initiative „Logistics for Europe“ künftig noch mehr Unternehmen anschließen

©Kornelia Danetzki/VerkehrsRundschau

DSLV übernimmt Initiative Logistics for Europe

Die Steuerung durch den Deutschen Speditions- und Logistikverband soll der Aktion für ein freies Europa ohne Grenzen mehr Aufmerksamkeit verschaffen und dazu führen, dass sich ihr bundesweit Unternehmen und Organisationen anschließen.

Berlin. Der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV) organisiert jetzt die Initiative „Logistics for Europe“. Das teilte der DSLV am Dienstag mit. Die Aktion war im Mai 2017 von den beiden baden-württembergischen Speditions- und Logistikverbände VSL und AVSL auf der Messe Transport Logistic ins Leben gerufen worden. Damit bekennen sich Speditions- und Logistikunternehmen und Organisationen aus der Branche zu einem freien Europa ohne Einfuhrbeschränkungen, Zollformalitäten und Kontrollen sowie zum Binnenmarkt. Die Steuerung durch einen Bundesverband soll „Logistics for Europe“ künftig mehr Reichweite und Unterstützer verschaffen.

Bündnis plädiert für Freizügigkeit

„Früher summierten sich die Wartezeiten für die Logistik an den Grenzen täglich auf tausende Stunden, bis alle Formalitäten abgeschlossen und sämtliche Papiere mit den nötigen Zollstempeln versehen waren", erklärte DSLV-Präsident Mathias Krage am Dienstag. Niederlassungen im Ausland zu gründen war zudem schwierig und an hohe Auflagen gebunden. Durch die Freizügigkeit des Warenverkehrs und die Niederlassungsfreiheit in der EU bleiben Speditionen und ihren Kunden aus Industrie und Handel laut dem DSLV heute ein hoher Verwaltungsaufwand und teure Wartezeiten erspart – der Verbraucher profitiere von einem vielfältigeren Angebot und günstigeren Preisen.

Immer öfter kommt aus Sicht von Krage der Unwillen über eine vermeintliche Bevormundung aus Brüssel zum Ausdruck. Fakten über die vielen Vorteile Europas würden dadurch in den Hintergrund geraten. „Natürlich müssen wir uns stets kritisch mit den Gesetzgebungsinitiativen der EU auseinandersetzen. Doch darf Populisten mit eindimensionalen Parolen, die in der Abkehr vom gemeinsamen europäischen Gedanken und in der Rückkehr zu nationalstaatlichen Abschottungen die Lösung für alle gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fragen sehen, nicht das Feld überlassen bleiben“, mahnte der DSLV-Präsident. Es gelte, sie vom Gegenteil zu überzeugen.

So funktioniert die Initiative

Unternehmen der Speditions-, Transport- und Logistikbranche sowie alle logistiknahen Betriebe, Organisationen, Verbände und Einrichtungen können durch Veröffentlichung ihres Logos auf www.logisticsforeurope.eu ein Zeichen setzen. Oder sie geben selbst mit dem Logistics for Europe-Logo ihr Bekenntnis zu den Zielen der EU und zu einem freien Europa ohne Grenzen ab. (ag)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special VERKEHRSPOLITIK EUROPA & ÜBERSEE.

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Verkehrspolitik Europa & Übersee, Verband – DSLV


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