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Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, DIW

Laut DIW hängt viel davon ab, ob die wichtigen Handelspartner im Ausland Corona erfolgreich bekämpfen können

©Lukas Schulze/dpa/picture-alliance

DIW: Wirtschaft könnte Ende 2021 Vorkrisenniveau erreichen

Zu diesem Ergebnis ist das Institut in Berlin gekommen. Allerdings hänge es auch von mehreren Faktoren ab, etwa vom weiteren Verlauf der Pandemie.

Berlin. Die deutsche Wirtschaftsleistung könnte Ende 2021 das Vorkrisenniveau wieder erreichen, wenn das Corona-Infektionsgeschehen im Laufe dieses Winters unter Kontrolle kommt. Davon geht das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin aus. Ziehen sich die Corona-Einschränkungen jedoch bis in den Frühling, sei eine noch tiefere Wirtschaftskrise möglich, teilte das Institut am Donnerstag mit.

„Ein vorübergehender harter Lockdown ist wohl unausweichlich und wäre die bessere Option sowohl für die Gesundheit der Menschen als auch für die Wirtschaft“, empfahl Präsident Marcel Fratzscher. Beides gehe Hand in Hand. Eine Dauerschleife milderer Einschränkungen schade der Wirtschaft noch stärker. Wichtig seien nun Investitionen der öffentlichen Hand. Daneben spiele es eine Rolle, ob die wichtigen Handelspartner im Ausland Corona erfolgreich bekämpfen können.

Das DIW hebt die Hoffnung hervor, mit Impfungen die Seuche im Laufe des Winters in den Griff zu bekommen. Die Risiken seien aber beträchtlich, sagte Konjunkturexperte Claus Michelsen. „Wenn die Erholung im Frühjahr ausbleibt, das Virus länger und heftiger grassiert, könnten viele Unternehmen und in der Folge auch Banken erheblich in Schieflage geraten.“

In diesem Jahr dürfte das deutsche Bruttoinlandsprodukt um 5,1 Prozent schrumpfen, so die Prognose des Instituts. Im nächsten Jahr sei im günstigen Fall mit einem Plus von 5,3 Prozent die Rückkehr zur Leistung der Vor-Corona-Zeit möglich, im ungünstigen ein weiteres Minus von 1,5 Prozent. (dpa/ja)

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