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In dem 10-Punkte-Programm schlägt der DIHK vor, wie in Corona-Zeiten Auszubildende und ihre Arbeitgeber gefördert werden sollen

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DIHK fordert finanziellen Bonus für zusätzliche Azubi-Plätze

Die deutsche Wirtschaft bangt in der Corona-Krise um die Zukunft der Ausbildung. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag macht nun Vorschläge, wie Nachwuchskräfte und deren Arbeitgeber unterstützt werden können.

Berlin. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat in der Corona-Krise einen finanziellen Bonus für Firmen gefordert, die zusätzliche Ausbildungsplätze anbieten. Möglich wären vom Bund eine Einmalzahlung oder Zuschüsse zur Vergütung im ersten Ausbildungsjahr, heißt es in einem am Montag vom DIHK vorgelegten 10-Punkte-Programm. Damit soll auch in den schwierigen Corona-Zeiten die Ausbildung gesichert werden. Zuerst hatte die „Süddeutsche Zeitung“ darüber berichtet.

Viele der über 40.000 Ausbildungsbetriebe betroffen

In der Corona-Pandemie stünden die Unternehmen vor enormen Herausforderungen, heißt es. Betroffen seien nicht zuletzt viele der über 40.000 Ausbildungsbetriebe, besonders in Hotel und Gastronomie, Tourismus und Einzelhandel, aber auch in großen Teilen der Industrie. „Wenn Einnahmen fehlen und Berufsschulen geschlossen sind, geraten bestehende Ausbildungsverhältnisse in Gefahr, und die Sicherung von Ausbildungsangeboten für das kommende Ausbildungsjahr wird von Tag zu Tag schwerer.“

Nur mit einer ausreichenden Anzahl neuer Lehrstellenangebote für das kommende Ausbildungsjahr könnten die Fachkräfte gesichert werden, die die Betriebe nach Überwinden der Krise nötiger denn je bräuchten, so der DIHK. In dem 10-Punkte-Programm setzt sich der Deutsche Industrie- und Handelskammertag unter anderem dafür ein, virtuelle Lernangebote zu nutzen und auszubauen. Der Bund sollte Zuschüsse für digitales Lernen und die nötige technische Ausstattung nicht nur an bedürftige Schüler, sondern auch an Azubis zahlen.

Kurzarbeitergeld auch für Lehrlinge

Die Industrie- und Handelskammern wollten außerdem die Bundesagentur für Arbeit dabei unterstützen, Azubis aus insolventen Unternehmen in andere Betriebe zu vermitteln, in denen sie ihre Ausbildung fortsetzen und beenden könnten. Es sollte zudem ein Kurzarbeitergeld für Azubis eingeführt werde. Ausbildungsprüfungen sollten nachgeholt werden können.

In Regionen mit besonders angespanntem Ausbildungsmarkt sollten ferner die Partner vor Ort darüber entscheiden, bedarfsgerecht und vorübergehend außerbetriebliche Ausbildung zu ermöglichen. Für Jugendliche, die ihre favorisierte Berufsausbildung im kommenden Ausbildungsjahr nicht aufnehmen könnten oder sich beruflich orientieren wollten, sollten zeitlich begrenzt Angebote im gemeinnützigen Bereich wie das Freiwillige Soziale Jahr ausgebaut werden. (dpa/sn)

 

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