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DHL, Paketzustellung

Bereits letztes Jahr im September und zum Jahreswechsel hatte DHL die Preise für Geschäftskunden erhöht

©Deutsche Post DHL

DHL erhöht Paketpreise für Geschäftskunden

Ab dem Jahreswechsel kostet der Paketversand für Unternehmen mehr. Deutliche Kritik an den Plänen der Deutschen Post kommt vom E-Commerce-Verband BEVH.

Bonn. Die Deutsche Post DHL erhöht zum Jahreswechsel die Paketpreise für Geschäftskunden. Grund seien die stark gestiegenen Transportkosten, höhere Personalkosten sowie die großen Investitionen für den Ausbau der Post- und Paketinfrastruktur, teilte Deutschlands größter Paketzusteller am Dienstag mit. Konkrete Angaben zum Ausmaß der Preisanhebung machte das Unternehmen nicht. Dies unterscheide sich teilweise von Kunde zu Kunde.

Auch externe Effekte würden bei den Preiserhöhungen berücksichtigt. So werde laut Deutscher Post der bestehende Mautzuschlag durch einen CO2-Zuschlag auf jede Paketsendung ergänzt. Dieser ergebe sich aus dem im November 2019 beschlossenen Klimapaket der Bundesregierung.

Vor allem schwere Pakete betroffen

Die Preiserhöhung betrifft laut DHL Geschäftskunden mit mindestens 200 Paketen pro Jahr, aber auch Großkunden mit individuell vereinbarten Konditionen. Besonders ausgeprägt seien die Preiserhöhungen bei schweren Paketsendungen über 20 Kilogramm, die in der Sortierung und Auslieferung mit einem deutlich höheren Aufwand verbunden seien und deren Handhabung wegen der Corona-Schutzmaßnahmen zusätzlich erschwert sei. Die Preiserhöhungen ab 2020 gelten für den DHL-Paketversand und betreffen nicht das nationale und internationale Express-Geschäft.

Der E-Commerce-Verband BEVH übte scharfe Kritik an den Plänen der Post. Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer sagte, viele stationäre Einzelhändler suchten aufgrund von Corona zurzeit den Einstieg in den Onlinehandel. "Solch eine Preissteigerung ist gerade für sie ein fatales Signal und eine Hürde." Treffen werde die Preisanhebung vor allem kleine und mittelständische Unternehmen, die den Preisforderungen des Logistikriesen nicht genug Verhandlungsmacht entgegensetzen könnten, urteilte er. (dpa/sn)

 

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