Lagerhalle Neubau

Der Markt für Logistikimmobilien boomt - vor allem in Deutschland

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Deutschland bei Logistikimmobilien europaweit vorn

15,8 Milliarden Euro wurden in der ersten Jahreshälfte 2017 in Logistikobjekte investiert, ein neuer Rekord. Gut ein Drittel davon entfällt auf Deutschland.

Paris. Die positiven wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Europa sorgen auch für einen Höhenflug des Logistikmarkts, meldet BNP Paribas Real Estate. Demnach ist das Investitionsvolumen in Logistikflächen im ersten Halbjahr 2017 um zehn Prozent auf 15,8 Milliarden Euro gestiegen. Mit 5,6 Milliarden Euro war Deutschland in der ersten Jahreshälfte der größte Investmentmarkt für Lager- und Logistikflächen in Europa. Das Ergebnis übertraf sämtliche Rekorde der vergangenen Jahre und ist das höchste Transaktionsvolumen, das jemals gemessen wurde. Dank großer Portfoliodeals löst Deutschland erstmals Großbritannien als stärksten Logistik-Investmentmarkt ab. Mit 4,5 Milliarden Euro lag der britische Markt trotz der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten aber trotzdem 18 Prozent über dem Ergebnis des ersten Halbjahrs 2016.

Als größter Nutzermarkt Europas hat Deutschland auch in Sachen Flächenumsatz die Nase vorn: Bereits zum dritten Mal in Folge erreichte der deutsche Markt zum Halbjahr die Schwelle von 2,5 Millionen Quadratmetern. Auf den Plätzen folgen Frankreich mit 1,56 Millionen Quadratmetern (minus 20 Prozent) und Großbritannien mit 1,2 Millionen Quadratmetern (minus 14 Prozent).

Die deutschlandweit teuersten Mieten müssen mit 82 Euro pro Quadratmeter im Jahr Logistikimmobiliennutzer im Raum München berappen. Im Vergleich zu einigen europäischen Logistikzentren erscheint dies  allerdings fast schon moderat: Für London-Heathrow gibt BNP Paribas Real Estate eine Quadratmeter-Miete von 196 Euro im Jahr an. Ebenfalls ein teures Logistikpflaster sind Teile Skandinaviens: im Raum Oslo beträgt die Miete 128 Euro pro Quadratmeter im Jahr, im Raum Helsinki gar 155 Euro.

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