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Das neue Förderprogramm "GoTrade" ist Teil der Nachhaltigkeitsagenda der Deutsche Post DHL Group

©Deutsche Post DHL

Deutsche Post und BMZ fördern E-Commerce in Entwicklungsländern

Das Logistikunternehmen will gemeinsam mit dem Bundesentwicklungsministerium kleinen und mittleren Betrieben aus Entwicklungs- und Schwellenländern Zugang zu globalen Märkten verschaffen.

Bonn/Berlin. Durch Handel zu Wohlstand – so lautet das Ziel eines neuen Projekts von der Deutsche Post DHL Group (DPDHL) und dem Bundesentwicklungsministerium (BMZ). Die Partner möchten in einer Kooperation den Bereich E-Commerce in Entwicklungs- und Schwellenländern voranbringen, wie sie am Mittwoch mitteilten.

Dafür wollen beide Seiten in den nächsten Jahren 30 Millionen Euro in die Digitalisierung von Zoll- und Handelsprozessen, die Förderung des E-Commerce sowie in emissionsarme Logistik in Städten investieren. Schwerpunkt der Kooperation ist Afrika. Eine entsprechende Vereinbarung werde heute von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und dem Vorstandsvorsitzenden von Deutsche Post DHL Group, Frank Appel, unterzeichnet, teilte die Deutsche Post mit.

Erste Einsatzbereiche: Marokko, Ruanda, Kenia, Ghana und die Elfenbeinküste

Ein Abbau von Handelshemmnissen durch den Einsatz digitaler Lösungen soll laut Mitteilung von DPDHL zunächst in Marokko, Ruanda, Kenia, Ghana und der Elfenbeinküste angegangen werden. Handelshürden, wie bürokratische, intransparente – und damit oft korruptionsanfällige – Zollverfahren, würden Entwicklungsländer besonders hart treffen und ihnen den Zugang zum Welthandel erschweren, so das Logistikunternehmen.

BMZ und DPDHL Group wollen zudem ihren Austausch zu Projekten zu grünem Wasserstoff und synthetischen Kraftstoffen fortsetzen.

DPDHL will zwei Drittel der Kosten übernehmen

Umgesetzt werden soll die Partnerschaft maßgeblich im Rahmen von Maßnahmen des develoPPP.de-Programms, mit dem das BMZ unternehmerische Initiativen in Entwicklungs- und Schwellenländern fördert, die zu einer nachhaltigen Entwicklung vor Ort beitragen. DPDHL Group wird nach eigenen Angaben mindestens zwei Drittel der Kosten aller Maßnahmen tragen.

Die am Mittwoch unterzeichnete Vereinbarung ist Teil des neuen, konzernweiten Nachhaltigkeitsprogramms „GoTrade“ von DPDHL Group. Das Programm nutzt dazu das Logistik-Knowhow von DHL, um kleinen und mittleren Unternehmen beim grenzüberschreitenden Handel zu helfen. In Zusammenarbeit mit Partnern aus dem öffentlichen Sektor, wie nationalen Regierungen und multinationalen Organisationen, sollen zudem Projekte initiiert werden, die dazu beitragen, die Zollabfertigung zu beschleunigen, Verzögerungen an den Grenzen zu verringern und allgemein die Kosten für grenzüberschreitenden Handel zu verringern. Ziel der Initiative sei es, nachhaltiges Wirtschaftswachstum in den Ländern zu fördern.

Viertes Nachhaltigkeitsprogramm von DPDHL

GoTrade ist das vierte und jüngste Mitglied der Go-Programme nach GoTeach (Berufschancen junger Menschen), GoHelp (Katastrophenmanagement) und GoGreen (Klimaschutz). Diese Programme sind nach Konzernangaben Teil der Nachhaltigkeitsagenda des Unternehmens mit den Schwerpunkten Umwelt, soziale Verantwortung und verantwortungsvolle Unternehmensführung. (sn)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special HANDELSLOGISTIK & E-COMMERCE.

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Handelslogistik & E-Commerce, Afrika – Transport & Logistik, Förderprogramme Transport und Logistik, Deutsche Post DHL


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