Güterzug

Bei DB Cargo ging die Verkehrsleistung im vergangenen Jahr um 4,8 Prozent zurück

©Uwe Miethe/Deutsche Bahn

Deutsche Bahn: DB Schenker legt zu, Rückgang bei DB Cargo

Die Deutsche Bahn hat im vergangenen Jahr trotz eines Rekordumsatzes weniger Gewinn eingefahren und will im Frachtbereich kräftig investieren.

Berlin. Die Deutsche Bahn hat am Donnerstag, 28. März, die Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 vorgelegt. Demnach stieg der bereinigte Umsatz des DB-Konzerns in diesem Zeitraum um 3,1 Prozent auf 44,02 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebit bereinigt) lag mit 2,1 Milliarden Euro unter dem Vorjahresniveau (-1,9 Prozent). Auf ein neues Rekordniveau stieg die gesamte Betriebsleistung auf dem Schienennetz der DB. Das Unternehmen steigerte die Zahl der Trassenkilometer gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent auf rund 1,09 Milliarden.

DB Schenker machte 2018 mehr als 17 Milliarden Euro Umsatz (plus 3,8 Prozent). DB Schenker habe in allen Sparten zugelegt, „teilweise sogar deutlich“, teilte der DB-Konzern mit. Bei DB Cargo hingegen ging die Verkehrsleistung um 4,8 Prozent zurück. Man arbeite daher mit „Hochdruck daran, die unbefriedigende Situation zu verbessern“. Der DB-Schienengüterverkehr habe sich neu aufgestellt und investiere in Fahrzeuge und Personal, um wieder nachhaltig wachsen zu können.

DB-Finanzvorstand Alexander Doll erläuterte: „Unsere Brutto-Investitionen haben wir daher 2018 zusammen mit dem Bund auf hohem Niveau nochmals deutlich um mehr als sieben Prozent auf über 11 Milliarden Euro ausgebaut.“ Der Großteil der Investitionen floss 2018 in die Verbesserung des Schienennetzes (62 Prozent), gefolgt von Fahrzeuginvestitionen.

Die Netto-Finanzschulden der DB haben sich per 31. Dezember 2018 im Vergleich zum Vorjahresende um 926 Millionen auf über 19,5 Milliarden Euro erhöht. Doll betonte, an den Kapitalmärkten bleibe die DB „ein verlässlicher und stabiler Partner“.

Zu den beiden Güterverkehrssparten: Die Güterverkehrsleistung (gemessen in Tonnenkilometer) bei DB Cargo hat sich 2018 um 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Bei der Güterverkehrsmenge (gemessen in Tonnen) musste die Bahn noch größere Einbußen verzeichnen, und zwar um 5,7 Prozent. Entsprechend sank der Umsatz um 1,5 Prozent auf 4.460 Millionen (Mio.) Euro. Der Verlust betrug 190 Mio. Euro (Ebit bereinigt). Das waren 100 Mio. Euro mehr als 2017.

Deutlich besser entwickelt hat sich Logistik-Tochter DB Schenker. Der Umsatz stieg 2018 um 3,8 Prozent auf 17.050 Mio. Euro. Das bereinigte Ebit verbesserte sich um 5,5 Prozent auf 503 Millionen Euro. Zu 25 Prozent trug zu diesem Ebit der Landverkehr bei. 35 Prozent kamen von der Luftfracht, 16 Prozent von der Seefracht und 18 Prozent aus der Kontraktlogistik.

Ein starkes Mengenplus verzeichnete die DB Schenker im Landverkehr: Dort stieg die Zahl der Sendungen um 6,0 Prozent auf 106,468 Millionen. Schwächer entwickelten sich hingegen See- und Luftfracht: Das Seefrachtvolumen (gemessen in TEU = 20-Fuß-Container) konnte die Sparte um 1,6 Prozent steigern, während beim Luftfrachtvolumen (gemessen in Tonnen) nur ein schmales Plus von 0,3 Prozent erzielt wurde. (tb/cd)

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