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Proteste gegen die geplante Y-Trasse

Die geplante Y-Trasse hatte immer wieder für Proteste gesorgt - jetzt ist ihr Aus amtlich.

©Picture Alliance/dpa/Jochen Lübke

Das Aus für die Y-Trasse ist besiegelt

Nun ist die Entscheidung amtlich: Die Landesregierung von Niedersachsen hat beschlossen, die geplante Y-Trasse aus dem Landesraumordnungsprogramm herauszunehmen.

Hannover. Das Aus für die Y-Trasse ist nun amtlich. Am Dienstag beschloss die Landesregierung von Niedersachsen, das geplante Projekt aus dem Landesraumordnungsprogramm herauszunehmen. Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies bezeichnete den Beschluss als „wichtigen Meilenstein“. „Damit gehört ein über viele Jahre dauerndes Streitthema nun endgültig der Vergangenheit an. Jetzt ist der Weg frei für die im großen Konsens entwickelte Alpha-E-Variante für den Ausbau des Schienennetzes“, machte er deutlich. Dies bestätige auch den Erfolg des 'Dialogforums Schiene-Nord' als vollkommen neue Form der Bürgerbeteiligung. „Damit haben wir als Land die Grundlage für den notwendigen Schienenausbau zwischen Hannover, Bremen und Hamburg geschaffen", führte er an.

Ruhe kehrt deswegen jedoch noch lange nicht ein. Denn erst vor wenigen Tagen hatten die Anrainerkommunen an der Ausbaustrecke Rotenburg-Verden ihre Mitarbeit an dem Runden Tisch unterbrochen. Der Grund: Bahn und Bund nähmen keine Rücksicht auf die Anliegen der Region, insbesondere was den Lärmschutz und eine Kostenbefreiung der Kommunen beim Umbau von Bahnübergängen angeht. Auch dazu bezog Olaf Lies Stellung: „„Der Erfolg des Dialogforums darf nicht gefährdet werden. Von daher bleiben wir aktiv und kümmern uns bei Problemen. Dies gilt selbstverständlich auch für die aktuell geäußerte Kritik“, betonte er. Er selbst werde dazu in Kürze persönliche Gespräche mit den Beteiligten führen. In jedem Fall müsse die Zusage eines verbesserten Lärmschutzes für die Anwohner eingehalten werden, sagte Lies.

Nach dem Aus für die Y-Neubautrasse von Hannover Richtung Hamburg und Bremen hatten Anlieger, Land und Bahn sich Ende 2015 auf einen Ausbau bestehender Strecken verständigt. Güterzüge aus den norddeutschen Häfen sollen damit schneller ins Hinterland kommen.

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(sno)

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